Neuigkeiten

Mitgliederversammlung von Tiere in Not Breisgau e.V.

Am 24. April 2026 fand die diesjährige Mitgliederversammlung von Tiere in Not Breisgau e.V. statt. Nach der Begrüßung der anwesenden Mitglieder wurde zunächst die Beschlussfähigkeit festgestellt. Im Anschluss gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute der verstorbenen Menschen und Tiere, die den Verein in den vergangenen Jahren begleitet haben.

Ein wichtiger Teil der Versammlung war der Rückblick auf die Entwicklung des Vereins seit dem Jahr 2016. Dabei wurde deutlich, wie stark sich die Arbeit von Tiere in Not Breisgau e.V. in den vergangenen zehn Jahren verändert und erweitert hat. Themen wie Katzenschutzverordnungen, Fälle von Animal Hoarding, die Unterbringung und Versorgung von Fund- und Abgabetieren sowie die stetig wachsenden organisatorischen Anforderungen prägen die Vereinsarbeit zunehmend.

Besonders im Bereich der Katzenversorgung ist der Bedarf weiterhin hoch. Da immer wieder Tiere kurzfristig untergebracht, versorgt und medizinisch betreut werden müssen, wurden auch die vorhandenen privaten Räumlichkeiten weiter angepasst. Unter anderem wurde ein Zimmer entsprechend umgestaltet und renoviert, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Auch alternative Unterbringungsmöglichkeiten, etwa Katzenpensionen, wurden geprüft, erwiesen sich jedoch für die Arbeit des Vereins nicht als geeignete Lösung.

Im Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate zeigte sich erneut, dass besonders viele Abgabetiere aus Zuchten oder problematischen Haltungen erhebliche gesundheitliche Probleme mitbringen. Häufig waren umfangreiche Behandlungen notwendig, unter anderem an Zähnen, Hüften oder Kniescheiben. Diese Fälle verursachen nicht nur hohe Kosten, sondern binden auch viel Zeit, Pflege und Organisation.

Erfreulich war der Rückblick auf das Kürbisfest, das von allen Beteiligten als sehr gelungen empfunden wurde. Bei viel Kuchen, guter Stimmung und zahlreichen Begegnungen zeigte sich einmal mehr, wie wertvoll solche Veranstaltungen für den Verein, seine Unterstützerinnen und Unterstützer sowie für den direkten Austausch mit Tierfreunden sind.

Ein besonderer Dank ging an die vielen Menschen, die den Verein im vergangenen Jahr unterstützt haben. Genannt wurden unter anderem Anni, Pauli, Familie Schätzle, Pflegestelle Ramona, Kuni, Uschi, Petra, Sandra und Anja Roth. Ebenfalls ausdrücklich erwähnt wurde die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Polizei und der Veterinärbehörde, die für die Vereinsarbeit in vielen Situationen von großer Bedeutung ist.

Ein ganz besonderer Dank galt Moni für ihren außergewöhnlichen Einsatz. Sie ist eine wahre Bereicherung für den Verein, denn ihr Engagement, ihre Verlässlichkeit und ihre Hilfsbereitschaft sind fantastisch, egal zu welcher Uhrzeit Hilfe gebraucht wird. Solche Menschen sind für die Vereinsarbeit unbezahlbar.

Auch im Bereich der Vermittlungen konnte der Verein im vergangenen Jahr wieder vielen Tieren helfen und zahlreiche Schützlinge in ein neues Zuhause begleiten. Neben Katzen, Hunden und Kleintieren gehörten auch besondere Notfälle und Wildtiere zur täglichen Arbeit des Vereins.

Ein besonders großer Arbeitsbereich bleibt die Kastration von Katzen. Im vergangenen Jahr wurden 398 Katzen kastriert. Ein Großteil der Kosten konnte durch die beteiligten Gemeinden übernommen werden. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig Katzenschutzverordnungen und die Zusammenarbeit mit den Kommunen sind. Jede Kastration hilft, weiteres Tierleid zu verhindern und langfristig die Zahl herrenloser und verwilderter Katzen zu reduzieren.

Im Anschluss stellte der Kassenwart den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer bestätigten, dass die Buchhaltung im Rahmen der durchgeführten Stichproben korrekt geführt wurde. Hervorgehoben wurde außerdem, dass die Arbeit weiterhin ehrenamtlich erfolgt. Die Entlastung des Vorstandes wurde anschließend einstimmig beschlossen.

Anträge lagen keine vor.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ ging ein besonders herzlicher Dank an Teresa Grießhaber für ihren inzwischen zehnjährigen unermüdlichen Einsatz als 1. Vorsitzende von Tiere in Not Breisgau e.V. Ihr Engagement, ihre Ausdauer und ihr persönlicher Einsatz haben die Entwicklung des Vereins über viele Jahre maßgeblich geprägt. Ohne Menschen, die Verantwortung übernehmen, unzählige Stunden investieren und auch in schwierigen Situationen verlässlich für die Tiere da sind, wäre diese Arbeit nicht möglich.

Außerdem wurde unter „Sonstiges“ über die erhebliche private Unterstützung gesprochen, die durch die Bereitstellung eigener Räumlichkeiten und den persönlichen Einsatz einzelner Mitglieder für die Vereinsarbeit erbracht wird. Hierzu soll innerhalb der Vorstandschaft gemeinsam mit Rechtsbeistand und Steuerberater geprüft werden, ob und in welchem rechtlichen und steuerlichen Rahmen hierfür Möglichkeiten bestehen. Abhängig vom Ergebnis dieser Prüfung kann bei Bedarf eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden, um über eine angemessene Aufwandsregelung für ausschließlich dem Verein zur Verfügung gestellte private Räumlichkeiten zu beraten und gegebenenfalls einen entsprechenden Beschluss zu fassen.

Gegen 19:40 Uhr wurde die Mitgliederversammlung beendet.

Tiere in Not Breisgau e.V. bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern, Pflegestellen, Spenderinnen und Spendern, Helferinnen und Helfern sowie bei allen Menschen, die die Arbeit des Vereins unterstützen. Jede Hilfe trägt dazu bei, Tieren in Not eine Chance auf Versorgung, Sicherheit und ein neues Zuhause zu geben.
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Zeugenaufruf – Verdacht auf vorsätzliche Katzenvergiftungen in Breisach

Wir bitten die Bevölkerung um Hinweise zu mehreren schweren Vergiftungsfällen von Katzen in Breisach.


Nach Angaben von Tierhaltern aus dem Wohngebiet Fritz-Roth-Straße / Hilde-Menzer-Straße / Engelinstraße sind innerhalb der vergangenen rund zehn Monate mindestens vier Katzen an einer Frostschutzmittelvergiftung (Ethylenglykol) gestorben. Alle Tiere lebten im Umkreis von etwa 100 Metern.


Die betroffenen Katzen mussten nach tierärztlicher Behandlung eingeschläfert werden. In einem Fall wurde der Verdacht durch eine pathologische Untersuchung bestätigt. Die Tiere wurden unter anderem in einer Tierklinik behandelt.


Besonders besorgniserregend ist, dass die Fälle trotz vorheriger Warnungen an die Nachbarschaft weiter aufgetreten sind. Anwohner hatten bereits nach den ersten Vergiftungen durch Aushänge und Wurfzettel darauf hingewiesen, mögliche Gefahrenquellen wie offen stehendes Frostschutzmittel zu entfernen.


Die zeitliche Abfolge der bekannten Fälle:



  • Mai 2025: Zwei Katzen aus dem Gebiet mussten eingeschläfert werden

  • September 2025: weiterer Vergiftungsfall

  • März 2026: erneuter Todesfall einer Katze


Aufgrund der Häufung und der räumlichen Nähe der Fälle besteht der Verdacht, dass die Vergiftungen möglicherweise gezielt verursacht wurden.


Der Vorfall wurde bereits bei der Polizei angezeigt.


Hinweise aus der Bevölkerung können helfen, mögliche weitere Tiervergiftungen zu verhindern. Wer im genannten Gebiet verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zu weiteren Fällen geben kann, wird gebeten, sich bei Tiere in Not Breisgau e. V. oder bei der Polizei Breisach zu melden.

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Frau wirft Katzenbabys in einen Bach - Zeugen gesucht (incl. UPDATE)

UPDATE:
Nach dem Aussetzen von Katzenbabys im Stadtteil Haslach in Freiburg gibt es nun einen Ermittlungserfolg. Die Polizei hat eine Tatverdächtige identifiziert, nachdem Zeugenhinweise eingegangen waren.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine 87 Jahre alte Frau, die bereits Katzen besessen haben soll und im Verdacht steht, die Tiere ausgesetzt zu haben.

Originalbeitrag:

Am Donnerstag, den 29. Januar, hat eine Zeugin beobachtet, wie eine unbekannte Frau gegen 20:45 Uhr eine Tüte in den Kronenmühlebach im Freiburger Stadtteil Haslach geworfen hatte.



Die Zeugin hatte die Unbekannte zuvor auf den Inhalt der Tüte angesprochen, weil daraus Geräusche zu hören waren, welche auf lebendige Tiere schließen ließen. Die Zeugin forderte die unbekannte Frau auf, den Inhalt der Tüte vorzuzeigen, woraufhin diese besagte Tüte einige Meter weiter in den Bach warf und davonlief. Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Matthias-Blank-Straße/ Luckenbachweg.



Die Zeugin handelte umgehend, kletterte trotz Kälte in den Bach und holte die Tüte heraus. In dieser befanden sich drei Katzenbabys, welche sie unverzüglich in tierärztliche Obhut brachte. Bei den drei Kätzchen handelt es sich möglicherweise um sogenannte "Britisch Kurzhaar"-Katzen mit grauem Fell. Die Tiere sind aufgrund der Rettung durch die Zeugin und der tierärztlichen Versorgung inzwischen wieder wohlauf.



Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach der unbekannten Frau. Sie sei laut Angaben der Zeugin zwischen 60 und 70 Jahren alt, etwa 160-165 cm groß, trug graues, zusammengebundenes Haar, eine schwarze, hüftlange Winterjacke, dunkle Leggings und hat eine eher schmächtige Statur. Sie sprach deutsch mit mutmaßlich osteuropäischem Akzent.



Hinweise bitte an den unter anderem für Tierschutzdelikte zuständigen Fachdienst der Polizei unter 0761 21689-200 oder das Polizeirevier Freiburg Süd (24/7) unter der Telefonnummer: 0761 882-4421.



(Text: Polizei Freiburg rb (G/U)/ ak)
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Erleichterung nach Tagen der Ungewissheit: Jungschwan von Angelschnur befreit und wieder wohlauf

Nach den zunächst leider erfolglosen Rettungsversuchen haben wir die Situation nicht einfach sich selbst überlassen. Über mehrere Tage hinweg haben wir immer wieder versucht, das Vertrauen des Jungschwans durch gezieltes Anfüttern zu gewinnen. Unser Ziel war es, ihn näher ans Ufer zu bekommen, um die Angelschnur und den Köder gefahrlos entfernen zu können.

Der Schwan blieb jedoch durchgehend sehr skeptisch, hielt Abstand und wich aus. Und dann war er plötzlich von einem Tag auf den anderen nicht mehr zu sehen.

Zwischenzeitlich erreichte uns eine einzelne Meldung, der Schwan habe „das Teil nicht mehr um den Hals“, wirke aber am Hals stark zerzaust. Bei unseren regelmäßigen Kontrollgängen entlang des Seitenkanals konnten wir ihn jedoch nicht mehr finden bzw. bestätigen. Die Unsicherheit blieb.

Heute dann die erlösende Nachricht:
Ein Mitglied von uns informierte uns und schickte ein aktuelles Foto. Dieses Bild bestätigt eindeutig, dass der Schwan keine Angelschnur und keinen Köder mehr um den Hals trägt. Die Erleichterung ist kaum zu beschreiben. Wir sind unendlich froh, genauso wie die vielen Menschen, die sich in den letzten Tagen aktiv engagiert, mitgedacht, mitgesucht und geholfen haben.

Der oder die unbekannte Retter*in, die dem Schwan letztlich geholfen und ihm damit sozusagen einen zweiten Geburtstag geschenkt hat, bekommt von uns ein von Herzen kommendes Dankeschön.

An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich auch den Anglern danken, die sich eingebracht haben, ebenso wie denen, die sogar unter Einbeziehung der Feuerwehr Unterstützung angeboten und geleistet haben. Dieses gemeinsame Engagement zeigt, dass Verantwortung und Mitgefühl keine leeren Worte sein müssen.

Zum optischen Vergleich:
Auf dem aktuellen Bild wirkt der Schwan deutlich heller als auf den ersten Aufnahmen. Das ist in diesem Alter völlig normal. Jungschwäne können sich innerhalb von zwei bis drei Wochen erheblich aufhellen. Zusätzlich wurde das Ursprungsbild und das neue Foto mittels KI verglichen. Dabei wurden mit einer Übereinstimmung von rund 98 % typische Merkmale im Schnabelbereich sowie bei den Proportionen von Kopf und Schnabel festgestellt. Es handelt sich also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um denselben Schwan.

Dieses Update ist für uns vor allem eines: eine große Erleichterung. Und ein seltenes, aber umso schöneres Ende einer Geschichte, die auch ganz anders hätte ausgehen können.
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