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EU greift durch ! vom 25.11.2025

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Neue Regeln zum Schutz von Hunden und Katzen beschlossen



Das Europäische Parlament, der Rat und die Kommission haben sich auf eine Verordnung geeinigt, die den illegalen Handel mit Hunden und Katzen – oft als „Hundemafia“ bezeichnet – eindämmen soll. Gleichzeitig sollen die Tiere besser geschützt und die Rückverfolgbarkeit in ganz Europa sichergestellt werden.



EU-weite Mindeststandards für Zucht und Haltung


Zukünftig müssen Züchter, Verkäufer und Tierheime EU-weit verbindliche Mindeststandards einhalten. Dazu gehören Hygiene, Ernährung, ausreichend Bewegung und eine artgerechte Unterbringung. Ruhezeiten und gesunde Aufzucht der Tiere sind verpflichtend.



Mikrochip und Datenbank: Rückverfolgbarkeit wird Pflicht


Alle Hunde und Katzen müssen gekennzeichnet und in nationalen Datenbanken registriert werden. Diese Datenbanken sollen miteinander vernetzt werden, damit illegale Zuchten und Verkäufe schnell aufgedeckt werden können.



Online-Handel unter Kontrolle


Auch der Verkauf im Internet wird strenger reguliert: Anbieter müssen eindeutig identifizierbar sein. Anonyme Online-Verkäufe, die oft der Ausgangspunkt für illegalen Handel sind, sollen so verhindert werden.



Gesundheit der Tiere im Fokus


Schmerzhafte Verstümmelungen wie das Abschneiden von Ohren oder Schwänzen sind künftig verboten – es sei denn, sie sind medizinisch notwendig. Stark überzüchtete Tiere, die unter gesundheitlichen Problemen leiden, dürfen nicht mehr gezüchtet oder bei Ausstellungen gezeigt werden.



Auch für importierte Tiere gelten die Regeln


Importierte Hunde und Katzen müssen ebenfalls gechippt und in die EU-Datenbanken eingetragen werden. Für private Einfuhren wird ein spezielles „Pet Travellers“-System eingerichtet, um alle Bewegungen zu überwachen.



Übergangsfristen: Vorsicht bei der Umsetzung


Die EU gewährt mehrjährige Übergangsfristen, damit Tierhalter und Züchter die neuen Vorgaben umsetzen können. Für die Tiere bedeutet das leider, dass noch nicht sofort alle von den Regeln profitieren.



Ziel der Verordnung: Schutz für Tiere und Menschen


Die neuen Regeln sollen Tieren Schutz bieten, illegale Strukturen aufdecken und gleichzeitig Verbraucher schützen. Transparenz, Rückverfolgbarkeit und kontrollierte Haltung sind die zentralen Pfeiler der Verordnung.





„Wir begrüßen die neue Verordnung als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig sind wir besorgt über die langen Übergangsfristen: Für viele Hunde und Katzen, die bisher unkontrolliert gezüchtet oder gehandelt werden, bedeutet jeder Tag ohne verpflichtende Kennzeichnung weiterhin Leid.


Diese Verordnung ist ein Anfang, aber noch nicht ausreichend, um das immense Tierleid in Europa spürbar zu verringern. Als Tierschutzverein werden wir weiter aufmerksam begleiten, aufklären und uns dafür einsetzen, dass die Regeln schnell und konsequent umgesetzt werden. Denn jedes Tier verdient Schutz, Sicherheit und ein Leben ohne unnötiges Leid.“