Neuigkeiten

Ein nicht alltäglicher Einsatz

Was macht man Samstagabends?

Eigentlich haben wir uns schon auf etwas Ruhe eingestellt, denn Tagsüber waren
schon einige tierische Einsätze, die uns forderten.
Kaum Zuhause angekommen klingelte das Notruftelefon wieder. Diesmal war unser langjähriges Mitglied P.M. dran, der uns einen Schwan direkt an der B31 meldete. Dass die stark befahrene Straße nicht nur eine Lebensgefahr für den Schwan bedeutete, sondern auch für die Autofahrer liegt hier wohl nahe. Nach kurzer Fahrzeit erreichten wir den gemeldeten Ort, doch erst einmal war weit und breit kein Schwan zu sehen. Nach einiger Suche fanden wir den Schwan jedoch, friedlich schlummernd keine 30m neben der Fahrbahn.

Kurzerhand wurde er eingefangen, jedoch stellten wir schon vorher fest, dass es dem Schwan nicht wirklich gut geht, denn er Atmete ziemlich schwer und auch beim einfangen selbst leistete er keinen Wiederstand. Mittlerweile traf auch die vorher
informierte Polizei ein, und in Absprache mit dieser fuhren wir das geschwächte Tier in die Tierklinik. Dort wurde dann auch ziemlich schnell der Grund erkannt, warum der Vogel so geschwächt war. Der Schnabel des Schwans war total mit getrocknetem Schlamm regelrecht zugekleistert. Wer weiß, wie lange er keine Nahrung und Wasser mehr aufnehmen
konnte. Zur Sicherheit wurde der Schwan zur Beobachtung in der Tierklinik gelassen, dort
auch fachgerecht versorgt.

Am nächsten Tag wurden wir informiert, dass sich der Zustand merklich gebessert hatte, sodass einer Entlassung in die freie Natur nichts mehr entgegen stehen würde.
In der Nähe des Aufgriff Ortes wurde der Schwan dann in die Freiheit entlassen, natürlich wurden vorsorglich zuvor die Ordnungsbehörden informiert.
Wir sind so was von Happy gewesen, als wir gesehen hatten, wie der Schwan von dannen zog, dabei genüsslich Wasser trank und auch etwas gefressen hatte. An dieser Stelle, vielen dank an P.M. der mit seiner Meldung sicherlich dem Schwan das Leben rettete. Wir möchten uns gar nicht vorstellen, wie schrecklich dieser Schwan sonst verhungert bzw. verdurstet wäre.



Hier noch ein Video von des Schwans beim "planschen".
(image)
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Rückblick Kürbisfest Mundenhof 2019

Obwohl wir seit über 30 Jahren bei jedem Wetter mit unseren Ständen beim Kürbisfest teilnehmen ist es jedesmal spannend bis es endlich losgeht.
Auch dieses Jahr war Petrus wieder auf unserer Seite und ließ die Sonne scheinen.

Das Kuchenbuffet wurde wie immer von den "Küchenmädels" in windeseile aufgebaut, der Flohmarktstand war auch mit allem bestückt was das Herz begehrte. Angefangen von Kinderspielsachen, Kinderkleider bis hin zu richtigen Raritäten für die Erwachsenen. Dass "die Bebunterin" in Persona Frau Massell wie immer den Stand fürs Kinderschminken souverän in Eigenregie vorbereitet hatte, fanden wir richtig super!

Nun war es also so weit, 11 Uhr und die Pforten wurden geöffnet.

Anfänglich noch etwas zögerlich füllte sich aber recht schnell das Festgelände und an den verschiedensten Ständen bildeten sich Menschenschlangen.

Wow, wir hatten alle Hände voll zu tun !

Die Besucher konnten aus der wohl größten Kuchentheke Freiburgs auswählen. Insgesamt standen 114 Kuchen und Torten, sowie 80 Donuts und 60 Muffins zur Auswahl. Das überforderte sicherlich schon den ein oder anderen Besucher, denn solch eine große Auswahl hat man ja nicht alle Tage. Dass das Kuchenbuffet so GENIAL ausgefallen ist, war alleine unseren ganzen Bäckerinnen und Bäcker zu verdanken! VIELEN DANK !

Beim Kinderschminken war der Andrang so groß, sodass es ab und zu schon zu etwas längeren Wartezeiten gekommen ist. Hier bitten wir um Nachsicht, aber jedes geschminkte Kind möchte ja schön sein.

Beim Flohmarktstand fanden die Kindersachen reißenden Absatz, sodass auch dort nie Langeweile herrschte.

Wie uns einige Gäste berichteten, war um die Mittagsstunden so ein großer Andrang, dass die Parkplatzsituation beim Mundenhof schon etwas abenteuerlich war. Manch einer brauchte mit dem Auto von der Ausfahrt Lehen bis auf den Parkplatz 30 min.

Als wir am Abend dann all unsere Stände abgebaut hatten, waren wir zwar müde, aber alle ungemein glücklich, denn es war ein gelungener Tag. Die Erwachsenen hatten einen schönen Tag mit Kaffee und Kuchen, die Kinder konnten toben und wurden auf Wunsch geschminkt und das gesamte Team von Tiere in Not Breisgau inclusive er neuen Mitglieder hat wie immer super toll zusammengearbeitet.... alles zum Wohle der Tiere.

Abschließend wollen wir diesmal noch einen ganz besonderen DANK an unsere Erika und auch an Katharina aussprechen, dass sie gerade auch dieses Jahr ein ganz wesentlicher Bestandteil unseres Team waren!

Anbei noch ein paar Bilder und wir schließen diesen News mit einem
usque ad annum proximum?

Euer Tiere in Not Breisgau Team
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++++Zeugen gesucht+++

Wer in letzter zeit aufmerksam die Medien verfolgt hat, wird feststellen, dass in der Region Ortenau/Emmendingen ein "Feuerteufel" umgeht. Besonders hart hat es den Maierhof in Herbolzheim getroffen, der gleich 2 mal heimgesucht wurde. Somit nicht nur die Besitzer, sondern auch 80 Rinder und 20 Pferde betroffen sind. Gerne unterstützen wir den Zeugenaufruf der Polizei zum letzten Brand.

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+++Ringsheim/Ortenaukreis: Brand einer Scheune - Kripo vermutet Tatzusammenhang mit Brandserie im Bereich Herbolzheim - Zeugen gesucht+++

In der Nacht zum Donnerstag (Fronleichnam, 20. Juni 2019) wurde gegen 02.45 Uhr der Brand einer Scheune am südlichen Ortsrand von Ringsheim, in Verlängerung der Oberfeldstraße, gemeldet. Die sofort angerückte Feuerwehr konnte den Brand löschen. Über die Höhe des Schadens gibt es noch keine verlässlichen Schätzungen. Personen befanden sich nicht in der Scheune.

Die Kriminalpolizei geht bei ihren Ermittlungen von einem Tatzusammenhang mit einer Brandserie im Bereich Herbolzheim aus. Seit dem 18. Mai 2019 wurden dort in der Kernstadt und in zwei Ortsteilen bislang fünf Scheunen vorsätzlich angezündet. Der Gesamtschaden bewegt sich im hohen sechsstelligen Bereich. Einen konkreten Tatverdacht gibt es derzeit nicht.

Von der Stadt Herbolzheim wurde in Absprache mit der Polizei eine Belohnung für sachdienliche Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, in Höhe von bis zu 5000 Euro ausgesetzt.

Der Ringsheimer Tatort befindet sich unweit der Kreisgrenze zwischen dem Ortenaukreis und dem Landkreis Emmendingen.
Die seit einiger Zeit eigens zur Aufklärung der Serie eingesetzte Ermittlungsgruppe der Freiburger Kriminalpolizeidirektion hat auch die Ermittlungen zum Brand in Ringsheim übernommen und steht in engem Kontakt zu den Kollegen des Polizeipräsidiums Offenburg.
Bei ihren Nachforschungen setzen die Ermittler auch auf die Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere werden Zeugen gesucht, denen in der Nacht auf den Fronleichnams-Feiertag im Bereich Ringsheim verdächtige Personen, Autos oder andere Fortbewegungsmittel aufgefallen sind. Hinweise bitte an die rund um die Uhr erreichbare Telefonnummer 0761/882-5777.

Quelle: PP_Freiburg

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Erfolg für den Tierschutz: Niederlande verbietet Zucht von Möpsen

Dortmund / Stuttgart, 5. Juni 2019 – Entscheidung mit Vorbildcharakter: Die niederländische Regierung gab in der vergangenen Woche bekannt, die Zucht von kurzköpfigen, sogenannten brachycephalen „Hunderassen“ wie dem Mops ab sofort zu verbieten. Aufgrund dieser wegweisenden Regelung hat der niederländische Zuchtverband Commedia beschlossen, die Zucht kurzköpfiger Möpse – die zuchtbedingt unter anderem oft lebenslang unter Atemproblemen leiden – sofort einzustellen.

Hunde bewusst auf extreme Merkmale gezüchtet

Brachycephalie ist ein hausgemachtes Problem der Zucht durch den Menschen. Bei den Tieren wurden bewusst bestimmte Merkmale ins Extreme gezüchtet. Von der Brachycephalie sind unterschiedliche „Hunderassen“ betroffen. Am bekanntesten sind sogenannte Moderassen wie der Mops oder die französische Bulldogge. Hierzu gehören aber auch Amerikanische Bulldoggen, Boston Terrier, Boxer, Cavalier King Charles Spaniels, Pekinesen, Lhasa Apsos, Pinscher und viele mehr. Wir fordern den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) mit Sitz in Dortmund auf, sich ebenfalls endlich gegen die Qualzucht auszusprechen und Mopszüchter aus dem Verband auszuschließen. Wir erwartet zudem von den VDH-Verantwortlichen, brachycephale „Hunderassen“ nicht mehr auf Ausstellungen zur Schau zu stellen und sie darüber hinaus von der Internetseite des Vereins zu verbannen.

Qualzucht verursacht lebenslanges Leid

Aufgrund der kindlich anmutenden Köpfe und Glupschaugen empfinden viele Menschen die Hunde einer brachyzephalen „Rasse“ als niedlich. Daher werden sie immer wieder für die Werbung missbraucht, wie zuletzt für Toilettenpapier der Drogeriemarktkette dm. Neben Tierschutzorganisationen setzen sich auch viele deutsche Tierärzte und die britische Veterinary Association gegen Werbung mit sogenannten Qualzuchten ein. Die Auswirkungen der Zucht auf das Wohlbefinden der Tiere werden häufig verharmlost. Möpse leiden jedoch aufgrund der sehr kurzen Schädelform meist lebenslang unter Atemnot, Röcheln, Schnarchen und sogar Ohnmacht. Häufig werden sie auch durch starken Tränenausfluss, Eintrübungen und Entzündungen der Hornhaut, Übergewicht oder Gehirnentzündungen beeinträchtigt. Viele der Tiere sterben verfrüht.
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Animal Hoarding ....geht es nun weiter ?

Der Ein oder Andere wird sich noch an den Animal Hoarding Fall im August letzten Jahres erinnern der auch unseren Verein ettliche Einsätze bescherte. Der Fall war besonders schwerwiegend und wurde auch von dem deutschen Tierschutzbund Anzeige gebracht. Leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis:

Das Verfahren wurde eingestellt!

Und das obwohl die Tiere eindeutig in einem furchtbaren Zustand aus dem Haus gerettet worden sind. Für viele Katzen kam die Rettung schon zu spät und sie sind auf Grund der katastrophalen Haltungsbedingungen gestorben, und dies obwohl die Tiere bestmoeglich ärztlich versorgt wurden!
Hier ein kleiner Auszug der Strafanzeige:

„Die Haltungszustände wurden vom Veterinäramt als tierschutzwidrig eingestuft. Bei vereinzelten Tieren konnten offensichtliche Krankheitssymptome festgestellt werden, die daraus schließen lasse, dass die Tiere länger anhaltende Schmerzen und Leiden erlitten haben. Es ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte dies zumindest billigend in Kauf genommen hat!“

Und hier die Erklärung warum das Verfahren eingestellt worden ist:

„Nach den Gesamtzuständen ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte in der Situation im Hause der Aufzucht und der Haltung der Tiere völlig überfordert war. Seine Bemühungen mit den einzelnen Tieren zum Tierarzt zu gehen und seine Einstellungen über die Wichtigkeit der Tiere für ihn legen den Schluss nahe, dass er grundsätzlich um das Wohlergehen der Tiere besorgt war. Den Erhalt eines solchen jedoch nicht bewerkstelligen konnte. Angesichts der Gesamtsituation ist vorliegend nicht ausschließbar, dass bei dem Beschuldigten Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der Schuldunfähigkeit gegeben ist. Da ein Kosten- und Zeitintensives Sachverständigengutachten im vorliegenden Fall, auch angesichts der Tatsache, dass die Veterinärbehörde die Katzen aus dem Haushalt genommen hat, nicht verhältnismäßig ist, ist die Einstellung nach §153 Abs. 1 StPO in der Sache angemessen.“

Mit anderen Worten: Das Verfahren wurde eingestellt, weil das Veterinäramt „zu schnell“ eingegriffen hat und man nun keinen Missbrauch mehr feststellen kann. Das Schlimmste an allem ist, dass der Mann immer noch Tiere hält! Es ändert sich einfach nichts, er wird wieder nicht in der Lage sein die Tiere ordnungsgemäß zu halten. Die Tiere werden wieder vor sich hin krepieren, bis das Veterinäramt sich wieder einschalten „darf“ und laut Gesetzgebung sind uns die Hände gebunden.

Das ist mal wieder ein herber Rückschritt für alle die sich für den Tierschutz einsetzten.
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Achtung Wildwechselgefahr!!

Da vor einigen Tagen ein langjähriges Mietglied einen schweren Verkehrsunfall mit einem Reh hatte, wollten wir das Thema Wildwechsel aufgreifen. Zum Glück ist in diesem Fall "nur" Blechschaden entstanden.

Gerade Nachts und in der Dämmerung oder auch wenn Regen oder Nebel noch zusätzlich die Sicht verschlechtern, ist beim Autofahren ganz besondere Vorsicht geboten.
Vor allem in freier Landschaft sollten Autofahrer sehr aufmerksam und konzentriert sein, da Wildtiere, die die Fahrbahn überqueren häufig erst sehr spät erkannt werden.
Oft sind sie durch das Scheinwerferlicht geblendet und bleiben wie angewurzelt stehen. Wer unter schlechten Sichtbedingungen trotzdem rücksichtslos das Gaspedal durchtritt, kann eine Kollision nicht mehr vermeiden. Durch derartigen Leichtsinn verursachte Autounfälle mit toten oder schwer verletzten Wildtieren und hohen Blechschäden passieren auf unseren Straßen tagtäglich.
In den Verkehrsmeldungen ist es trauriger Alltag. Hinweise wie: „totes Wildschwein am Straßenrand“, „verletztes Tier auf der linken Spur“, „Gefahr für und durch ein Reh“ sind fast stündlich zu hören.

Einer Statistik des Deutschen Jagdschutz-Verbandes zufolge wurden bei Autounfällen mit Wildtieren zwischen April 2011 und März 2012 auf deutschen Straßen fast 200 000 Wildtiere getötet. Die Zahlen bezogen sich dabei nur auf Großtiere wie Rotwild, Rehe und Wildschweine, die kleineren Tierarten wurden dabei gar nicht erfasst. Dem Jagdschutz-Verband zufolge würde damit deutschlandweit jedes fünfte Reh auf der Strasse "erlegt". Allein in Baden-Württemberg starben dieser Statistik nach 2011/2012 durch Verkehrsunfälle 22 031 Rehe.
Und oft sind die Tiere nicht sofort tot, sondern erleiden schwere Verletzungen. Fahren die Unfallverursacher dann auch noch unbeeindruckt weiter, verenden sie qualvoll im Gebüsch oder am Straßenrand. Dieses Schicksal teilen sie tagtäglich mit einer nicht mehr zu überblickenden Anzahl an Kleintieren, wie Füchse, Hasen, Kaninchen, Marder, Eichhörnchen, Igel und Vögel etc..
Die Dunkelziffer der durch den Straßenverkehr getöteten Wildtiere ist folglich noch um ein Vielfaches höher.

Unfälle vermeiden
Also was tun?


Jedem ist sicherlich klar: je weniger schnell man selbst fährt, desto besser kann man reagieren. Die erste Regel heißt also:
Präventiv die eigene Fahrgeschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen, bremsbereit sein und in Gefahrenzonen - oft gekennzeichnet mit Warnhinweisschildern für „Wildwechsel“ - langsamer fahren und nicht nur die Fahrbahn selbst sondern auch beide Straßenränder im Blick behalten.

Und wie reagiert man richtig, wenn - quasi aus dem Nichts - plötzlich ein Tier im Scheinwerferlicht auftaucht?

Aufmerksam wie der vorsichtige Fahrer ist, bremst er rechtzeitig ab, blendet das Licht ab, hupt notfalls auch noch, und wartet ab bis das Tier weitergeht und wieder verschwindet.
Aufgepasst: oft bleibt es nicht bei einem Tier, sondern es kommen noch weitere Artgenossen nach!

Wildtier angefahren ...
Sollte es dennoch zu einer Kollision kommen, muss die Unfallstelle mit Warndreieck und Warnblinker abgesichert werden und Hindernisse wie Glassplitter oder totes Wild sollten von der Fahrbahn entfernt werden. Außerdem besteht bei einem Zusammenstoß mit Großwild Meldepflicht, d.h. die Polizei und der zuständige Jagdpächter/Förster müssen informiert werden. Vor allem, wenn sich schwer verletzte Tiere trotzdem weiterschleppen, ist es die Aufgabe der Jagdbeauftragten sie zu suchen und von ihrem Leid zu erlösen.
Und noch etwas: wer angefahrene oder tote Rehe und Wildschweine (also jagdbares Wild) einfach mitnimmt, macht sich sogar der Wilderei verdächtig und damit strafbar.

Was viele ebenfalls nicht wissen: nach geltendem Naturschutzrecht ist es eigentlich verboten Wildtiere mitzunehmen. Verletzte Tiere darf man allerdings aufnehmen und gesund pflegen, muss sie dann aber wieder in die Natur entlassen.
Tierärzte und Tierschutzvereine sind gerne behilflich verletzte Kleintiere zu versorgen und zu betreuen, bis sie wieder soweit fit sind, dass sie zurück in die Freiheit können.


(Quelle: Deutscher Tierschutzbund BW )
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Bitte keine vorschnelle Hilfe bei jungen Wildtieren

Scheinbar verwaiste Jungvögel und junge Wildtierbabys sind oft gar nicht so verlassen und hilflos wie viele denken. Vorschnelle Hilfsaktionen können Jungtieren mehr schaden, als nutzen.
In den Tierheimen in Baden-Württemberg werden zurzeit wieder zahllose flugunfähige Jungvögel, gerettete Entenküken und andere junge Wildtierwaisen abgegeben. Doch nicht immer sind diese Jungtiere tatsächlich in Not und benötigen menschliche Hilfe.

Kaum hat der Frühling offiziell begonnen, werden schon die ersten Jungtiere aufgefunden und aus gut gemeinter aber übermotivierter Tierliebe eingesammelt.
Falsch ist dies deswegen, weil viele Jungvögel ihr Nest bereits verlassen, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Obwohl sie dann recht hilflos wirken, sind sie nicht so verloren und verlassen wie es den Anschein macht. Sie werden trotzdem weiterhin von den Elterntieren beobachtet, bewacht und versorgt. Selbst wenn sie sich nicht nächster Umgebung aufhalten. Auch Fliegen will gelernt sein und gerade die ersten Flugversuche sind sehr anstrengend und gehen oft erst einmal daneben. So sind „Bruchpiloten“, die ungewollt eine Bauchlandung am Boden gemacht haben, bei den ersten Ausflügen keine Seltenheit. Deshalb müssen sich die Jungvögel zwischen den einzelnen Flugetappen auch immer wieder erst erholen und fliegen nicht gleich weg, wenn sich Menschen nähern.

Stefan Hitzler, erster Vorsitzender des Landestierschutzverbandes, rät deshalb: „Werden Jungvögel gefunden, die teilweise noch nackt und offensichtlich nicht flugfähig sind, sollten sie am besten einfach wieder ins Nest zurückgesetzt werden. Das Nest ist meistens ganz in der Nähe und die Vogeleltern nehmen das Junge problemlos wieder auf. Hat der Vogel dagegen schon fast sein volles Gefieder, handelt es sich vermutlich um einen „Fluganfänger“. Notfalls bringt man ihn aus der Gefahrenzone von Fahrzeugen, Katzen und Fußgängern. Hierzu eignet sich z.B. ein nahe gelegenes Gebüsch. Dort ist er in Sicherheit. Die Menschen sollten sich dann entfernen, damit Jung- und Elterntiere in Ruhe zueinander finden. Der Kleine wird seine Vogeleltern ziemlich schnell lautstark auf sich aufmerksam machen und von ihnen dort dann weiter versorgt. Im Gegensatz zu Säugern stören sich Vogeleltern nicht am menschlichen Geruch, der beim Anfassen der jungen Vögel hinterlassen wird.“
Auch bei Entenküken ist die Entenmutter i.R. nicht weit weg. Im Gegensatz zu Singvögeln gehören Enten, Gänse und Hühnervögel zu den „Nestflüchtern“, d.h. die frisch geschlüpften Küken können zwar noch nicht fliegen, laufen der Mutter aber sofort hinterher. Ein Einfangen wird jedoch nur dann notwendig, wenn sich eine Entenfamilie weit weg von Gewässern im bebauten Siedlungsgebiet verirrt hat oder wenn sie durch den Straßenverkehr in Lebensgefahr gerät. Im Fall einer solchen Familienumsiedlung muss stets dafür gesorgt werden, dass zuerst die Entenmutter eingefangen wird, denn sie kann im Gegensatz zu den Küken wegfliegen.

Wie verhält man sich richtig?

Scheinbar hilflose Jungtiere sollten – sofern sie nicht offensichtlich verletzt sind – in jedem Fall zunächst einige Zeit beobachtet werden und zwar so, dass sich die Tiere nicht gestört fühlen. Manche Jungtiere werden von ihren Müttern ganz gezielt über viele Stunden alleine gelassen. Gerade Rehe und Feldhasen suchen ihre neugeborenen Jungen nur zum Säugen kurz auf. Danach lassen sie die Kleinen im hohen Gras oder in der Ackermulde zurück und verlassen sich ganz auf deren gute Tarnung. Die Überlebensstrategie heißt hier nicht „flüchten“, sondern „reglos sitzen bleiben und nicht auffallen“. Zufällig entdeckte kleine Feldhasen oder Rehkitze sind also noch lange keine Waisenkinder. Hat man sie trotzdem angefasst und sie riechen nach Mensch, werden sie vom Muttertier oft nicht mehr angenommen, deshalb: „Finger weg!“.

„Nur bei offensichtlich geschwächten, kranken, ausgehungerten, unterkühlten oder völlig durchnässten Jungtieren bzw. wenn sich tatsächlich kein Elterntier um die Kleinen kümmert, ist es sinnvoll, die Tiere aufzunehmen,“ stellt Hitzler noch einmal klar. „Wer sich unsicher ist, sollte vorab im Tierheim anrufen und dort Rat einholen. Erkennbar verletzte Tiere müssen tatsächlich schnellstmöglich versorgt werden und sollten deshalb ohne Umweg zum nächsten Tierarzt gebracht werden.“

Um alle Wildtierarten möglichst wenig bei der Jungenaufzucht zu stören, ist es gerade jetzt im Frühjahr wichtig, die Wald- und Wiesenwege nicht zu verlassen und in der Nähe von Brutgebieten Hunde zur Sicherheit an die Leine zu nehmen.

Quelle: Landestierschutzverband BW
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Bericht der Mitgliederversammlung vom 05.04.2019

Am neuen Veranstaltungsort wurde von der 1. Vorsitzenden Teresa Grießhaber um 19:10 Uhr die Versammlung eroeffnet.
Nach der Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit wurde von der 1. Vorsitzenden die Versammlungsleitung an das Mitglied Hrn. Geckle übertragen.
Zuerst wurde den verstorbenen Mitgliedern gedacht, bevor Frau Grießhaber über die umfangreichen Vereinstätigkeiten berichtete. Sowohl in diesem Vortrag, wie auch im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die Anträge alle beantwortet, soweit sie überhaupt Abstimmungsfähig waren, auch abgestimmt.

Bei dem anschließenden Kassenberricht wurde umfangreich wie jedes Jahr über die Einnahmen und Ausgaben sämtlicher Vereinstätigkeiten informiert.

Nachdem Frau Reinhardt und Herr Kuzmenko die ordnungsgemäße Führung der Kasse bestätigten, wurde anschließend der Gesamtvorstand entlastet.
Bei den darauffolgenden Vorstandswahlen, welche von Frau Oberle als Wahlleiterin hervorragend begleitet wurden, wurden folgende Personen gewählt:

1. Vorsitzende : Teresa Grießhaber
2. Vorsitzende: Andrea Fuchs
Protokollführerin: Petra Noetzold
Kassenwart: Ralf Scherzinger


Alle gewählten haben die Wahl angenommen

Nachdem der Vorstand neu gewählt wurde, stand noch die Wahl der Kassenprüfer an.

Gewählt wurden:

Kassenprüfer I : Uwe Kuzmenko
Kassenprüfer II: Sandra Noetzold


Alle gewählten haben die Wahl angenommen.

Fr. Reinhardt und Fr. Schroem standen nicht erneut für ihre Ämter zu Verfügung. Der Vorstand dankte an dieser Stelle den beiden Personen für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in Ihrer Funktion.

Beim Tagungspunkt "Verschiedenes" gab die erste Vorsitzende noch einen Ausblick auf die bevorstehenden Herausforderungen und Aktivitäten für das Jahr 2019.

Gegen 20:30 Uhr wurde der offizielle Teil der Veranstaltung beendet, um hinterher noch in lockerer Runde über die verschiedensten Themen rund ums Tier zu diskutieren. Abgerundet wurde dies alles durch ein leckeres Essen mit herrlichem Blick auf den Rhein.

Für eine gelungene und erfolgreiche Veranstaltung bedankt sich der gesamte Vorstand von Tiere in Not Breisgau e.V., insbesondere beim Versammlungsleiter und bei der Wahlleiterin.

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KEIN Fasching mit Tieren



Die Fastnachtszeit geht in die Endphase - in allen Landesteilen finden in den kommenden Tagen Fastnachtsumzüge und -veranstaltungen statt. Der Landestierschutzverband bittet Städte und Gemeinden aus tierschutzrechtlichen Gründen bei den Umzügen und Veranstaltungen die Einbeziehung von Tieren nicht zu genehmigen. Auch die Tierhalter sind aufgefordert aus Rücksicht auf ihre Schützlinge diese nicht auf Faschingsveranstaltungen mitzunehmen und auch nicht stundenlang im Auto zurückzulassen.

In vielen Landesteilen finden in den nächsten Tagen Faschingsumzüge oder Großveranstaltungen statt, und ganze Städte und Dörfer sind in närrischer Stimmung.

Würde man Tiere fragen, was sie vom Karnevalsrummel halten, wären sich wohl alle einig: höllischer Lärm, zum Teil schwer alkoholisierte Menschenmassen, enges Gedränge und Umzugstrubel - ganz entschieden nichts für tierische Gemüter. Und trotzdem werden sie immer wieder mitgenommen, oft sogar noch völlig artwidrig kostümiert und eingefärbt. Nicht nur, dass derart verunstaltete Hunde in Gefahr laufen, von irritierten Artgenossen nicht mehr erkannt und deshalb gebissen zu werden, ständig wird so ein bedauernswertes Tier im Trubel auch noch abgedrängt oder es tritt ihm jemand auf die Pfoten. Noch schlimmer wird es, wenn der Hund im engen Gewühle seinen Familienanschluss verliert, orientierungslos auf der Straße herumirrt oder panisch ins nächste Auto läuft.

Aber auch die vorsichtshalber im Auto zurückgelassenen Hunde haben keinerlei Spaß, vor allem dann nicht, wenn die Besitzer auf einer feuchtfröhlichen Kneipentour versumpfen, während der Hund bei Frosttemperaturen alleine im kalten Auto auf deren Rückkehr warten muss.

Noch mehr leiden sicherlich die Tiere, die gezwungenermaßen bei einem Fastnachtsumzug mitlaufen müssen oder zum Bühnenprogramm gehören.

Vor Jahren hat deshalb der Landestierschutzverband schon eindringlich an alle Tierbesitzer appelliert, ihre Tiere weder für Fasnachtsveranstaltungen zur Verfügung zu stellen, noch sie selbst dorthin mitzunehmen. „Tiere haben null Verständnis für Fastnachtstrubel. Dank ihrem ausgeprägten Gehörsinn nehmen sie den Lärm viel intensiver wahr als wir und er macht ihnen Angst. Auch das Gedränge der Menschenmassen bedeutet für Tiere enormen Stress. Da sie der äußerst unangenehmen Situation außerdem nicht ausweichen können, leiden sie oft entsetzlich und sind noch Tage danach verstört,“. „Deshalb sind besonders sowohl die Veranstalter als auch die Genehmigungsbehörden in die Pflicht zu nehmen, denn ihre Aufgabe ist, schon im Vorfeld dafür zu sorgen, dass Tiere keinen unnötigen Belastungen ausgesetzt werden.“

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Tiere in Panik ausbrechen und „durchgehen“ und somit jederzeit eine unberechenbare Gefährdung für das närrische Publikum darstellen können.
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