Neuigkeiten

Ein (fast) ganz normaler Tag im Tierschutz

Viele der geneigten Leser fragen sich immer wieder, wie so ein ganz normaler Tierschutzalltag aussieht. Manch einer geht davon aus, dass sich der Tierschutz und die damit verbundenen Themen und Tätigkeiten alleine auf ein bisschen "Hunde oder Katzen bedüddeln" beschränken.
Dass dies nicht so ist, wollen wir anhand eines exemplarischen Tagesablaufes etwas genauer erörtern.

Wir schreiben das Jahr 2017. Bereits am frühen Morgen stand für uns schon fest, welche Arbeiten wir zu verrichten hatten. Zum einen wäre hier der ganz normale Schriftverkehr mit diversen Behörden oder der Telefondienst. Zusätzlich lag an diesem Tag auch eine Kastrationsaktion von einer verwilderten Katze vor uns.

Doch bevor wir unsere To-Do-Liste in Angriff nehmen konnten, klingelte das Notruftelefon.
Es meldete sich eine aufgebrachte und verzweifelte Frau. Sie habe vor zwei Tagen einen sehr ängstlichen Hund von einer anderen Organisation übernommen, welcher ihr nun beim
Gassigang entlaufen ist. Akut konnte wir der Frau nur dringenst davon abraten, einen ängstlichen Hund selbst einzufangen, denn solch ein Vorgehen ist meist zum Scheitern verurteilt. Kurzerhand wurde unsere Tagesplanung über den Haufen geworfen.
Wir setzten uns also in das Auto und fuhren im „Verlustgebiet" Patroullie. Nach einigen
Stunden des vergeblichen Suchens, haben wir die Aktion abgebrochen. Wir haben allerdings im besagten Gebiet zahlreiche Passanten und Anwohner auf den entlaufenen Hund
hingewiesen und sie auch gebeten, keine Einfangversuche zu unternehmen sondern uns zu informieren.

Wieder in der Geschäftsstelle angekommen, wurde erst einmal die liegengebliebene Büroarbeit erledigt. Zwischenzeitlich kamen auf der Mailbox zahlreiche Anrufe an, denen wir uns ebenfalls widmen mussten.

Dann, während der Fahrt zu der "verwilderten Katze“, die wir aber erst einmal einfangen mussten, haben wir dann noch schnell etwas gegessen.
Auf dem Gelände angekommen, stellten wir dann unsere Falle auf und aktivierten den Fallenalarm. Kaum hatten wir endlich die Falle aktiviert, wurde uns ein herrenloser Hund gemeldet, der in der Nähe panisch auf einer Landstraße umherirrte. Also eilten wir mit dem Auto zur besagten Stelle, wo uns das Verkehrschaos, was der Hund verursachte, erwartete. Zunächst einmal haben wir mit unserem Auto die Straße gesperrt und abgesichert, sodass wir gleichzeitig Autounfälle vermeiden konnten und den Hund von der Straße fern hielten.
Da wir in diesem Gebiet relativ gute Ortskenntnisse haben, trieben wir den
Hund in Richtung eines in der nähe fließenden Baches.
Dort haben wir den Hund sozusagen in eine Sackgasse gedrängt und konnten ihn anleinen.
Da wir für solche Fälle immer eine Hundetransportbox in unserem Laderaum des PKWs haben, konnten wir ihn mitnehmen.
Es ist immer wieder eine absolut heikle Angelegenheit, panische/ängstliche Hunde zu sichern, denn bei sowas gibt es die meisten Verletzungen.
Jedoch ist es uns glücklicherweise unverletzt gelungen! Wir waren richtig happy!
Es vergangen nur wenige Minuten, als sich auch der "Katzen“-Fallenalarm meldete.
Sofort und ohne Umwege sind wir zu der aufgestellten Falle gefahren, haben die Katze gesichert und sie ebenfalls in unseren PKW geladen.
Nun galt es den Besitzer des Hundes zu ermitteln. Hierfür mussten wir den Chip des Hundes einscannen.
Anhand der ausgelesenen Daten waren wir nun zu 100% sicher, dass es sich um den „Verlusthund", der uns heute Morgen gemeldet wurde, handelte.

Auf dem Weg zu den Besitzern hatten wir noch einen kurzen Boxenstopp beim Tierarzt eingelegt, denn schließlich mussten wir ja auch noch die verwilderte Katze gut versorgt wissen.
Nun schnell weiter, damit der Hund schnellstmöglich wieder seinen Besitzern übergeben werden kann. Die Besitzer haben den Hund übernommen und sich herzlich bei uns bedankt.

Mittlerweile war es 19:30 und uns war bewusst, dass wir noch nicht Feierabend haben, denn es stand auch noch die Versorgung einiger "Bauernhofkatzen" an.
Als wir auch dies hinter uns gebracht hatten, waren wir gegen 22 Uhr richtig platt, ließen
den Tag nochmal Revue passieren, und waren jedoch richtig froh, dass wir auch heute wieder
einiges an "normaler" Tierschutzarbeit verrichtet hatten.

Mehr

Ein gelungener Tag

Liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde,

heute möchten wir euch vom Kürbisfest auf dem Mundenhofgelände berichten.

Als wir am frühen Morgen allesamt in den Himmel schauten, machte sich der Frust breit.
Viele Regenwolken am Himmel und die Regenschauer erinnerten uns an letztes Jahr.

ABER Petrus war auf unserer Seite und bewies ein Herz für Tiere.
Der Regen hörte auf, die Sonne meinte es stellenweise auch gut mit uns und somit strömten die Gäste zum Mundenhof.

Unser Kuchenbüfett mit über 70 Kuchen und Torten war der Hit. Nochmals tausend Dank an unsere Bäckerinnen und Bäcker.
Ein ganz dickes Lob gebührt auch der kompletten Küchenmannschaft, welche wieder für einen reibungslosen Ablauf und Verkauf gesorgt haben.

Sogar der Flohmarktstand war so gut besucht, dass wir alle Hände voll zu tun hatten. Auch hier ein dickes Dankeschön für die Hilfe von unseren alten und neuen Mitgliedern.

Unsere
Kinderschminkfee Frau Massell durfte wie immer nicht fehlen und hat unermüdlich alle Kinderherzen höher schlagen lassen.

Wir können nur noch einmal betonen, DANKE an alle, die bei diesem Fest mitwirkten.
Natürlich möchten wir uns auch bei den zahlreichen Besuchern und Mitgliedern bedanken, welche durch ihre Käufe, sei es am Kuchenbüffet, oder am Flohmarktstand uns unterstützt haben.

Es war für uns ein wahrlich anstrengender Tag, gerade auch die Vorbereitungen, welche jedoch am Abend schnell vergessen waren, als wir "Kassensturz" machten.
Die Einnahmen helfen unserem kleinen Verein, weiter den Tierschutzgedanken zu fördern.

Euer Tiere in Not Breisgau Team
Mehr

Hund in Breisach #2

Wie wir bereits vor einigen Tagen in unseren News berichtet hatten, waren wir mit einer Einfangaktion eines frei laufenden Hundes in Breisach beschäftigt. In den sozialen Medien gab es dazu zahlreiche Posts, dass schon mehrfach Privatpersonen den Hund mit Leine/Schnur um den Hals gesichtet haben und auch schon versucht wurde, dem Hund habhaft zu werden.

Nachdem wir ebenfalls um Hilfe gebeten wurden, konnten wir nach mehreren Gesprächen und Recherchen den Bewegungsradius des Streuners ziemlich gut eingrenzen, sodass wir auf einem gartenähnlichen Gelände den Hund anfütterten.

Da dies auch einige Tage sehr gut funktioniert hat, habe wir uns eine Hundefalle ausgeliehen. Die eigentliche Fangaktion war somit geplant.
Tja, leider meinte es Petrus nicht gut mit uns, denn just in der Nacht, an dem die Fangaktion stattfinden sollte, herrschte extrem schlechtes
Wetter mit orkanartige Böen. Unser Vorhaben ist somit buchstäblich ins Wasser gefallen.

Der Hund wurde seit dem nicht mehr an unserem Futterplatz gesehen.
Auch die dort installierte Wildtierkamera hat nur noch die üblichen "Mitfresser" wie Katzen oder Igel aufgezeichnet.

Die Vermutung liegt nun nahe, dass sich der Streuner aufgrund des extremen Sturmes in eine andere Region abgesetzt hat.
Nichtsdestotrotz werden wir in den nächsten Tagen weiterhin das Futter bereitstellen, da wir die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben haben, dass der Hund doch wieder zurück kommt und wir ihn doch noch einfangen können.
Mehr

Mitgliederversammlung Deutscher Tierschutzbund

Pressemeldung

11.09.2017

Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes verabschiedet drei Resolutionen


Mit einer Resolution fordert die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes, dass die Bundestagswahl am 24. September der Startpunkt sein muss, um den politischen Tierschutz in Deutschland deutlich voranzubringen. Ebenso fordern die Tierschützer die Kommunen und ihre Spitzenverbände sowie die Bundes- und Länderregierungen auf, die Kosten, die Tierheimen bei der Übernahme kommunaler Pflichtaufgaben entstehen, kostendeckend zu erstatten. In einer dritten Resolution bekundet die Mitgliederversammlung ihre Solidarität mit den Tierschutzvereinen und Tierheimen in Mecklenburg-Vorpommern, die von einer drohenden Förderungskürzung durch die Landesregierung betroffen sind. Die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes fand am vergangenen Wochenende in Potsdam statt.

Unter dem Motto „Bundestagswahl ist #Tierschutzwahl“ haben der Dachverband und seine mehr als 740 Mitgliedsvereine auf der diesjährigen Mitgliederversammlung deutlich gemacht, dass der Tierschutz dringender Nachbesserungen bedarf. „Obwohl der Tierschutz vor 15 Jahren als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen wurde, ist die Kluft zwischen Verfassungsanspruch und der Tierschutzrealität nach wie vor eklatant“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir fordern die demokratischen Parteien, insbesondere diejenigen, die bei der Bundestagswahl am 24. September die Regierungsmehrheit erhalten, auf, in der kommenden Legislaturperiode dem Tierschutz einen höheren Stellenwert einzuräumen.“ Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören für die Tierschützer eine grundlegende, staatszielkonforme Neufassung des Tierschutzgesetzes, die Einführung einer bundeseinheitlichen Tierschutz-Verbandsklage, die Erstellung und Umsetzung einer konkreten Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen, ein Verbot von Wildtieren im Zirkus, die Entwicklung einer nationalen Nutztierstrategie, inklusive eines staatlichen Labels und einer auf Tierschutz ausgerichteten Förderpolitik, sowie eine umfassende Finanzierung und Zukunftssicherung der Tierheime.

Resolution zur Finanzierung und Zukunft der Tierheime

Viele Tierheime sind in ihrer Existenz bedroht, weil die öffentliche Hand nicht ihrer Verpflichtung nachkommt, die in ihrem Auftrag erbrachten Leistungen angemessen zu erstatten. In den vergangenen Jahren sind jegliche Versuche, allgemeinverbindliche und auskömmliche Standards der Tierheimfinanzierung auszuhandeln, an der Verweigerungshaltung der kommunalen Spitzenverbände gescheitert. Im Ergebnis müssen die Tierschutzvereine weiterhin mühsame Verhandlungen mit jeder einzelnen Kommune führen, um eine ansatzweise kostendeckende Übernahme der für die Unterbringung von Fundtieren entstandenen Kosten zu erreichen. „Die Tierschützer in Deutschland werden es nicht länger hinnehmen, dass sich die kommunalen Spitzenverbände, Bund und Länder ihrer Verantwortung entziehen und die Institution der Tierschutzvereine als gegeben ansehen“, sagt Schröder. „Die Verantwortlichen verlassen sich derzeit zu sehr darauf, dass der karitative Tierschutz in Deutschland auch zukünftig durch ehrenamtliches Engagement,

Hinweis

Leidenschaft und die Spenden seiner Unterstützer aufrechterhalten wird.“ In einer Resolution fordert die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes die Kommunen und ihre Spitzenverbände sowie die Bundes- und Länderregierrungen auf, sich endlich ihrer Verantwortung für den Tierschutz in Deutschland zu stellen.

Solidarität mit den Tierschützern in Mecklenburg-Vorpommern

Im Kampf gegen die drohende Kürzung der Tierheimförderung durch die Landesregierung, hat die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und seinen Mitgliedsvereinen ihre Solidarität zugesichert. Aus dem Entwurf des Doppelhaushaltes 2018/2019 geht hervor, dass die Förderung der Tierschutzvereine und Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern künftig neu aufgestellt werden soll: Die jährlichen Mittel für Katzenkastrationen in Höhe von 40.000 Euro fallen demnach ab 2018 komplett weg. Der Investitionstopf zur Förderung und zum Ausbau von Tierheimen soll künftig, neben Mitteln des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, zur Hälfte aus Mitteln der zuständigen Kommunen bereitgestellt werden. Da die Kommunen jedoch rechtlich nicht verpflichtet sind, ihren finanziellen Anteil zu leisten, besteht für die Tierschutzvereine keinerlei Rechtssicherheit, die andere Hälfte der Fördermittel auch zu erhalten. Die Mitgliederversammlung fordert die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und den zuständigen Minister Dr. Till Backhaus daher auf, die Fortführung der Tierheimförderung in Mecklenburg-Vorpommern unverzüglich und in voller Höhe zu garantieren. Zudem wenden sich die Tierschützer an alle anderen Landesregierungen, mit dem Appell, bestehende Förderprogramme zu erhalten bzw. – wo notwendig – zu erhöhen. Bundesländer, in denen noch keine Förderungen bestehen, sollten diese schnellstmöglich etablieren.
Mehr

Aktionswoche „Check meinen Chip“

Vom 11. bis 15. September führt der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) u. a. in Kooperation mit dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes erstmals die Aktion „Check meinen Chip“ durch. Im Rahmen der Woche rufen die Verbände Tierhalter dazu auf, die mit der Mikrochip-Nummer verknüpften Daten ihres Haustieres zu prüfen, damit ein entlaufenes Tier im Fall der Fälle schnell zurück nach Hause vermittelt werden kann. Noch nicht gekennzeichnete Tiere sollten durch einen Chip bzw. Transponder unverwechselbar gemacht werden. Mit der Chipnummer kann der Halter sie anschließend kostenfrei im Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes registrieren (www.registrier-dein-tier.de). „Check meinen Chip“ findet künftig immer in der zweiten Septemberwoche statt.

„Nur wenn die eigenen Daten im Register aktuell sind, kann ein entlaufenes oder entflogenes Haustier auch erfolgreich zurück nach Hause vermittelt werden – umso wichtiger ist es, diese stets auf dem neuesten Stand zu halten“, erklärt Daniela Rohs, Leiterin des Haustierregisters beim Deutschen Tierschutzbund. Zum Ändern der Daten erreichen Tierhalter das Haustierregister unter der Telefonnummer 0228-6049635 oder per E-Mail an info@registrierdeintier.de. Ob das Tier überhaupt schon registriert ist, können Halter über die Mikrochip-Nummer-Abfrage auf der Website www.registrier-dein-tier.de prüfen und die Anmeldung gegebenenfalls online kostenfrei nachholen.

Wichtigkeit von Kennzeichnung und Registrierung

Die Kennzeichnung des Tieres muss von einem Tierarzt vorgenommen werden. Dieser setzt dem Tier dazu den reiskorngroßen Transponder mit einer Spritze unter die Haut auf der linken Seite des Halses. Die auf dem Chip gespeicherte 15-stellige Nummer kann – ebenso wie bei Ziervögeln eine Ringnummer – vom Tierarzt oder vom Halter selbst beim Haustierregister registriert werden, indem sie mit weiteren Angaben zu Tier und Halter gespeichert wird. Die Aktion „Check meinen Chip“ will darauf aufmerksam machen, dass noch immer zu wenige Tiere gekennzeichnet und noch weniger registriert sind, obwohl nur die Kombination dieser zwei einfachen Maßnahmen sicherstellen kann, dass ein entlaufenes Tier und sein Besitzer schnell wieder zusammen finden. Für eine Reise in andere EU-Mitgliedstaaten ist die Kennzeichnung mit Mikrochip ohnehin für Hunde, Katzen und Frettchen vorgeschrieben.

Entlastung für Tierheime

Für entlaufene oder entflogene Tiere, die von tierlieben Menschen aufgegriffen werden, ist das Tierheim eine der ersten Anlaufstellen. Pro Jahr nehmen die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime rund 300.000 neue Tiere auf, ein Großteil davon Fundtiere. Eine einfache und schnelle Rückführung mit Hilfe einer Kennzeichnung und einer Registrierung im Haustierregister bedeutet daher auch eine Entlastung für die Tierheime.
Mehr

Hinweise an den Tierschutz

Sie haben eine Tierquälerei beobachtet, den Tierhalter auch bereits mehrfach auf sein unverantwortliches Verhalten angesprochen, aber all Ihre Bemühungen fruchten nicht?

Wer kann jetzt helfen?

Leider ist es ein unverwüstliches Gerücht, dass Tierschutzvereine mehr für misshandelte Tiere tun können, als die Mitmenschen, vor deren Haustüre sich die Tragödien direkt abspielen. Zivilcourage und Eigeninitiative sind gefragt. Denn Tierquälereien sind zwar nach dem Gesetz nur Vergehen, aber sie sind ebenso anzuzeigen, wie wenn man eine Körperverletzung oder den Mord eines Menschen gesehen hätte. Wer bei Tierquälereien wegsieht, macht sich mitschuldig.


Die schlechte Nachricht ist, dass sich Tierschutzvereine lediglich aus Normalbürgern zusammensetzen, die in der Regel über keinerlei polizeiliche Kompetenzen verfügen. So kann ein Tierschutzverein Sie vielleicht darüber beraten, was erlaubt oder verboten ist und Ihnen auch die Adressen der für Sie zuständigen Ämter nennen, aber der Einzige, der die Tierquälerei wirklich stoppen kann sind Sie selbst indem Sie tätig werden. Denn während Sie dem Tierquäler vielleicht direkt in den Garten schauen können, wohnen die Mitglieder Ihres ansässigen Tierschutzvereines vielleicht nicht einmal in Ihrem Wohnviertel.

In der Tat machen Tierschutzvereine oft schlechte Erfahrungen. Denunzierung von Nachbarn, die Tiere halten ist eine beliebte Art des Mobbings, daher haben auch anonyme Anzeigen keine Aussicht auf Erfolg !

Wie sollen Vereine es schaffen, begründete von unbegründeten Anzeigen zu unterscheiden? Ginge man allen „Tipps“ nach, bliebe keine Zeit mehr, überhaupt noch Tieren zu helfen. Wenn Sie sich aber nicht sicher sind ob tatsächlich ein Vergehen gegen das Tierschutzgesetz vorliegt, dann wird Sie der örtliche Tierschutzverein zumindest gerne beraten, was strafbar ist und was nicht. Ansonsten ist das zuständige Veterinäramt meist Teil des Landratsamtes bzw. der Amtstierarzt ist für Verstöße gegen das Tierschutzangesetz zuständig und kann Sie auch entsprechend belehren. Aber auch dort werden in der Regel anonyme Anzeigen nicht verfolgt.


Sollten sie einen "Tierschutzfall" beobachten, so geben wir Ihnen nachfolgend einen ganz groben Handlungsplan.

Was ist zu tun?



1. Ermittlung der Eigentümer

Versuchen Sie herauszufinden, wem die Tiere gehören und mit dem Besitzer oder Nachbarn Kontakt aufzunehmen. Vielleicht können Missstände in einem guten Gespräch behoben werden. Versuchen Sie, das Gewissen zu erreichen - Schließlich wollen Sie in erster Linie den Tieren helfen - und nicht den Leuten schaden. Vielleicht sind die Tierhalter überfordert und brauchen Hilfe?



2. Sichern Sie Beweise

Worauf kommt es an? - Gerichte benötigen Fakten.

Ein oft von Tierliebhabern gemachter Fehler ist, dass sie zuerst das Tier aus seiner Notlage notfalls auch durch Diebstahl zu retten, ohne vom Ort der Tierquälerei und dem Tier vor Ort Bilder zu machen.



Sichern Sie zunächst immer Beweise. Dokumentieren Sie durch Bilder oder Filme. Wichtig: Geben Sie Beweismaterial nie ohne Kopie aus der Hand, vervielfältigen Sie schriftliche Dokumente und Fotos! Denn in Fällen von Tierquälerei werden Tatbestände oft schnell vertuscht oder geleugnet
Nehmen Sie einen (möglichst unabhängige) Zeugen mit, der Sie auch gegebenenfalls durch eine eidesstattliche Versicherung über das Geschehene unterstützt. Je mehr Zeugen sich beim Veterinäramt melden, umso besser.
Notieren Sie sich genaue Zeit, evt. Autonummern, Namen und Anschriften. Lieber zu viele Infos als zu wenig.
Wenn das Tier sofort Hilfe benötigt, dann sollte es so schnell wie möglich auch einem Tierarzt überstellt werden, der einerseits ein wichtiger Zeuge wird und andererseits auch im gegebenen Fall die Erstversorgung des Tieres übernehmen kann.


Sie haben Beweise?
Sie haben Zeugen?

Sie haben die Macht!

Eindeutige Tierquälereien können Sie direkt bei der Polizei oder bei der Staatsanwaltschaft anzeigen. Durch Ihre Aussage und die der mitgebrachten Zeugen, die gesicherten Beweise ( Fotos, Dokumentation etc.) sind Sie die größte Hilfe für die Tiere. Lassen Sie nicht locker. Wenn Sie bereit sind, eine Tierquälerei zur Anzeige zu bringen, dann werden Sie nun auch bei den örtlichen Tierschutzvereinen oder Tierhilfen Unterstützung bekommen. Bleiben diese oder die Behörden untätig, dann schalten Sie die Presse ein. Lassen Sie sich nicht entmutigen: steter Tropfen höhlt den Stein.
Mehr

Änderung des Hundegesetz in Dänemark ?!


Umwelt- und Nahrungsmittelminister Esben Lunde Larsen (V) nimmt
Rücksicht auf Touristenvierbeiner und ändert das Hundegesetz. Den
ausländischen Hundehaltern wird künftig die Chance gegeben, ihr Tier
außer Landes zu bringen, wenn dies durch Beißereien auffällig geworden
war, anstatt es direkt zu töten.

Seit Jahren hatten vor allem auch deutsche Hundebesitzer vor Reisen nach
Dänemark gewarnt, weil dort Hunde bereits nach geringfügigen Beißereien
oder wegen Einstufung als gefährliche Hunderasse behördlich getötet
werden konnten.

Zuletzt hatte der Hund eines italienischen Paares die Gemüter erregt.
Dieser wurde von der Polizei beschlagnahmt, weil er zu einer dieser
Rassen gehört und deshalb eingeschläfert werden sollte.

Nun reagiert Umwelt- und Nahrungsmittelminister Esben Lunde Larsen
(Venstre) nach Gesprächen mit dem Hundeschützerverein „Foreningen Fair
Dog“ allerdings und kündigt eine Änderung des Hundegesetzes an. Den
ausländischen Besuchern, deren Hund sich als gefährlich erweist, wird
künftig die Chance gegeben, ihren Hund lebendig außer Landes zu bringen.

„Es handelte sich um ausländische Hundebesitzer, unter anderem
Touristen, die unsere Regeln über ungesetzliche Hunde nicht kennen. Sie
kommen in gutem Glauben mit ihren Hunden hierher. In einem solchen Fall
ist nicht sehr gastfreundlich, ihnen die Hunde wegzunehmen und zu
töten“, erklärt Lunde Larsen. Man werde aber weiter gegen 13 illegale
Kampfhunde und deren Kreuzungen in Dänemark vorgehen.

Wer allerdings aktuell plant mit seinem Vierbeiner nach Dänemark einzureisen, köönnen wir weiterhin nur eindringlich davor warnen, denn noch ist die Gesetzesänderung noch nicht verabschiedet.

Diese Hunderassen sind in Dänemark verboten

Pitbull Terrier
Tosa
American Staffordshire Terrier
Fila Brasileiro
Dogo Argentino
American Bulldog
Boerboel
Kangal
Zentralasiatischer Owtscharka
Kaukasischer Owtscharka
Sydrussisk ovtcharka
Tornjak
Šarplaninac


Quelle : nordschleswiger.dk


Mehr

Strafe für Tierfreunde: Helfer werden zur Kasse gebeten

Die Horrormeldungen aus den Urlaubsländern reißen einfach nicht ab.
Nachdem ja Dänemark salopp gesagt vor einiger Zeit die Tötung von bestimmten Hunderassen
beschlossen hat, und das auch schon praktiziert wird, zieht nun eines der liebsten
Urlaubsländer der Deutschen, nämlich Spanien nach.

Dort wird zwar nicht gleich offensichtlich getötet, jedoch mit der Anpassung des Busgeldkataloges in der Region Gallizien in Spanien, wird es für viele Tiere einem Todesurteil gleich kommen.

Dann nämlich, wenn es um übersteigerte Tierliebe geht. Und um diese handele es sich, so befanden jedenfalls die Regionalpolitiker kalten Herzens, wenn streunende Hunde und Katzen ohne Erlaubnis der Behörden gefüttert oder gar aufgenommen werden.
Dafür gibt es nun einen Bußgeldkatalog, und nach dem können bis zu 5000 Euro fällig werden bei fortgesetzter, schwerer Missachtung der neuen Vorschriften.

Die Verordnung richte sich keineswegs gegen Altruisten, die bedrohten Kreaturen helfen wollen betonte allerdings die zuständige Behörde. Denn sie ziele erstens darauf ab, kranke Tiere abzusondern, zweitens sollen Streuner sterilisiert werden. Doch Tierschutzorganisationen nennen diese Erklärungen Schönfärberei. Denn wenn
ein Streuner einmal in einem kommunalen Tierheim gelandet ist, droht ihm der Tod:
Meldet sich binnen drei Wochen der Besitzer nicht und findet sich auch kein neuer, kann das Tier eingeschläfert werden.

Die Behörden stellen klar, dass sich ihre Maßnahme durchaus auch gegen die improvisierten Tierheime richtet, die sich jeglicher amtlicher Kontrolle entziehen. Doch nicht betroffen sind demnach Initiativen, die Tiere mit
Gesundheitszertifikat zur Adoption vermitteln wollen, vor allem nach Deutschland. Diesen Initiativen wird bescheinigt, dass sie in guter teutonischer Tradition mit den Behörden zusammenarbeiten.


Die Behörden streben an, zumindest jeden Hund in einem zentralen Register zu erfassen. Dafür bekommen die Tiere einen hauchdünnen Chip in die Hautfalte am Hals eingesetzt, jeder Tierarzt kann sie dann mit einem Lesegerät
identifizieren. So sollen auch die Halter ermittelt werden, die ihre Hunde aussetzen.
Und dafür sind immerhin noch deutlich härtere Strafen vorgesehen als für das Füttern der Streuner.

Wie auch im Staate Dänemark schießt hier Gallizien in Spanien weit über das Ziel hinaus.
Wir sind einfach nur fassungslos, was Politiker manchmal für Gesetze etc. beschließen.
Mehr

Toller Tag !


Liebes Tiere in Not Team,

durch eure Website bin ich auf die Aktion "Kollege Hund" aufmerksam geworden.
Für mich stand sofort fest, dass ich und meine Gina daran teilnehmen wollen.
Die Planung zur Durchführung war schnell erledigt, denn meine Cheffin konnte ich gleich von der Aktion überzeugen, da sie selbst auch sehr tierlieb ist.

Es war also der 29.6.17 und ich stand morgens mit meiner Gina in unserer Verkaufshalle.
Die Kolleginnen wussten zwar, dass ich einen Hund habe, die ein oder andere war jedoch
etwas verwundert, dass ich ihn nun mit zur Arbeit mitbrachte. Tja, hier war wohl eine
Lücke in der Informationskette, denn meine Cheffin hatte einfach vergessen die Mitarbeiterinnen zu informieren.
Dies tat der Sache jedoch keinen Abbruch, denn man merkte sehr schnell, dass alle
Kolleginnen sehr angetan von meiner Gina waren. Sie ist im übrigen eine Dackelmischlingshündin
welche ich aus einer Tötungsstation retten konnte.
Gina und ihr freundliches Wesen wickelte alle Kolleginnen sehr schnell um die Pfoten.
So nach und nach füllte sich der Verkaufsraum und die Besucher kamen.
Auch hier kam fast nur positives zurück. Von "...endlich mal ein Arbeitgeber, der es auch zulässt, dass Hunde mit zur Arbeit kommen dürfen ...." bis hin zur einfach nur "...tolle Aktion ...".
Die Nörgler gab es bei den Besuchern natürlich auch, das möchte ich nicht verheimlichen, wobei diese jedoch sehr rahr gesät waren !

Das tollste war jedoch die Mittagspause.
Da wir hinter unserem Gebäude eine recht große
wWiese haben, auf der wir alle gerne ( sofern das Wetter schön ist ), unsere Pause Verbringen, wurde unwillkürlich Gina zum Star, denn sie schaffte es, dass wir nicht nur stumpfsinnig dasaßen um unser Pausenbrot zu essen, sondern wir spielten und tollten mit ihr.
Das sah auch unsere cheffin, und war von der Aktion so begeistert, dass sie mir angeboten hatte, dass ich meine Gina des öfteren doch mit zur Arbeit nehmen darf.

Liebes Tiere in Not Team, vielen Dank, dass ihr mich auf die tolle Aktion aufmerksam gemacht habt.
Ich und meine Gina haben nun auch die Möglichkeit , doch etwas mehr gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen.

lieben Gruß
Julia S.



Mehr

Urlaub in Dänemark

Aus aktuellem Anlass und wegen der bevorstehenden Urlaubszeit wollen wir
alle Hundebesitzer für ein Thema sensibilisieren, welche vorhaben mit ihrem
Hund in Dänemark ihren Urlaub zu verbringen.

Die Tage rief bei uns eine verzweifelte Frau an, welche kurzfristig einen
Pflegeplatz für ihren Kangal benötigte. Sie habe sich einen Urlaub gebucht,
in welchem sie auch Ihren Hund (eben den Kangal) mitnehmen wollte.
Nachdem sie per Zufall erfahren hatte, dass in Dänemark bestimmte Hunderassen
von der Polizei getötet werden dürfe, war ihr pers. das Risiko zu hoch
ihren Wuffi mit zu nehmen. Sie fragte uns, ob wir die Möglichkeit hätten,
ihre kalte Schnauze in "Pflege" zu nehmen.

Für uns persönlich war das Thema, dass Dänemark bestimmte Hunderassen einfach töten darf bis Dato unbekannt. Wir haben uns dann allerdings mal im Netz etwas schlau gemacht, und versuchen an dieser Stelle einfach emotionslos ( auch wenn es uns schwer fällt) ein paar Fakten für potentielle Dänemarkurlauber zusammenzustellen.

Die Dänen kennen kein Pardon, wenn es um gefährliche Hunde geht, denn seit 2014 gibt es ein „Hundegesetz“, das die Haltung der Vierbeiner genau regelt.
Es gilt für Einheimische genau wie für Touristen. Das dänische Hundegesetz, das die Haltung, Zucht und Einfuhr von 13 Hunderassen verbietet, wenn sie nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden. Solltet ihr allerdings euren Hund davor nachweislich angeschafft haben und könnt dies auch mit einem gültigen EU Impfpass ( welcher für die Einreise nach Dänemark zwingend notwendig ist) belegen können, so sind Einheimische und eben auch
Urlauber/Touristen auf der sicheren Seite.

Es ist nun nicht so, dass die Polizei vor Ort einfach wahllos Hunde ( auch von Touristen )
einfängt, sondern es muss immer ein Grund vorhanden sein. Allerdings ist die Gesetzeslage
soweit wir es laienhaft beurteilen können doch recht schwammig. Im schlimmsten Fall
könnte es also sogar ausreichen, wenn sich eine andere Person von einem der Listenhunde bzw.
Kreuzungen/Mischlinge gefährdet fühlt und die Polizei ruft.

Wir erachten es als besonders problematisch, dass bei Mischlingshunden ungeschulte Polizisten
darüber entscheiden, ob verbotene Rassen beteiligt sind.
Eine Chance, sich dagegen zu wehren, hat der Hundehalter nicht, denn er müsste ja nachweisen,
dass sein Tier nicht auf dem Rasseindex steht. Gerade bei Mischlingshunden ist das aber sehr
problematisch. Oft lassen sich die Rassen nicht zurückverfolgen.
In den meisten Fällen werden die Hunde deshalb von der Polizei beschlagnahmt und direkt zum
Tierarzt gebracht, um dort getötet zu werden.

Die Verärgerung der deutschen Hundefreunde hat auch die dänische Botschaft in Berlin alarmiert.
Sie informiert deshalb auf ihrer Internetseite in deutscher Sprache über das dänische Hundegesetz.
Dort wird allerdings betont, dass es generell unproblematisch sei, mit Haustieren nach Dänemark zu reisen, was
wir persönlich für jedoch kritisch erachten.


Wir als Tierschutzverein können einfach nur davon abraten in einem Land Urlaub zu machen,
welche Hunde ( auch Mischlingshunde ) einfach generell als gefährlich ansehen. Nachfolgend
sind noch die Hunderassen (auch Kreuzungen daraus) aufgezeigt, welche und das dänische Hundegesetz fallen.

- Pitbull Terrier
- Tosa Inu
- Amerikanischer Staffordshire Terrier
- Fila Brasileiro
- Dogo Argentino
- Amerikanische Bulldogge
- Boerboel
- Kangal
- Zentralasiatischer Ovtcharka
- Kaukasischer Ovtcharka
- Südrussischer Ovtcharka
- Tornjak
- Sarplaninac


p.s. Die Frau hatte noch absolutes Glück, sie konnte sich noch einen Platz in einer Hundepension ergattern !
Mehr

Aktionstag Kollege Hund 2017

Zum zehnten Mal sucht der Deutsche Tierschutzbund zusammen mit den örtlichen Tierschutzvereinen in diesem Jahr wieder tierfreundliche Unternehmen in Deutschland, die am 29. Juni 2017 am Schnuppertag teilnehmen möchten. Der tierische Aktionstag kann zu einer größeren Akzeptanz des treuesten Freundes des Menschen auch im täglichen Arbeitsbetrieb verhelfen. Mitarbeiter und Kollegen, die keinen Hund besitzen, können ihre Liebe zum Vierbeiner entdecken und Berührungsängste abbauen.  


Voraussetzung für die Mitnahme eines Hundes ist dabei natürlich immer, dass sowohl die Chefs als auch alle direkten Kollegen einverstanden sind. Mitarbeiter, die selbst keinen Hund besitzen, können dann ihre Liebe zum Vierbeiner entdecken und Berührungsängste abbauen. Genauso wie die menschlichen Kollegen sollte sich natürlich auch der Hund am Bürotag wohl und nicht gestresst fühlen. Dann kann der tierische Schnuppertag für beide Seiten zum Erfolg werden und dem treusten Freund des Menschen zu einer größeren Akzeptanz auch im täglichen Arbeitsbetrieb verhelfen.


Wer sich und seine Firma anmelden möchte, kann das über unser Anmeldeformular tun. Alle teilnehmenden Firmen erhalten im Anschluss an den Aktionstag eine Urkunde, die sie als tierfreundliches Unternehmen auszeichnet. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


Am letzen Aktionstag haben sich wieder über 1.000 Firmen Querbeet durch alle Branchen beteiligt: Anwaltskanzleien waren ebenso dabei wie Buchhandlungen, Tierarztpraxen, Autohäuser, Reisebüros und Pflegehäuser. Alle teilnehmenden Unternehmen erhalten eine Urkunde, die sie zum tierfreundlichen Betrieb auszeichnet.

Mehr

„Verwaiste“ Jungvögel

Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich auch bei uns Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind und von unzureichend informierten Spaziergängern mitgenommen werden. Dabei gilt: Wer auf einen einsam und hilflos wirkenden Jungvogel trifft sollte das Tier auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern es an Ort und Stelle belassen.


Der Schein trügt häufig, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Wichtig ist, dass der Finder eines „aus dem Nest gefallenen“ Jungvogels besonnen die Situation beurteilt und sich möglichst fachkundigen Rat einholt, bevor er handelt. Meist handelt es sich nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die durch Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen. Sobald der Mensch sich entfernt, können sich die Eltern wieder um ihre Kinder kümmern.

Die fast flügge Vogelbrut verteilt sich nach dem Verlassen des Nestes an verschiedene Stellen des Gartens oder Wäldchens. So können nur einzelne Tiere, und nicht die gesamte Brut auf einmal, von natürlichen Feinden entdeckt werden. Dass es sich bei den Jungvögeln um wirklich verwaiste und nicht um „Scheinwaisen“ handelt, kann man durch längeres – zwei bis drei Stunden –, vorsichtiges Beobachten aus einem Versteck, wie etwa hinter einer Fenstergardine, erkunden. Lediglich wenn Gefahr droht, wenn Jungtiere beispielsweise auf der Straße sitzen, sollte man eingreifen, die Jungtiere wegtragen und an einem geschützten Ort, aber nicht zu weit vom Fundort wieder absetzen.

Auch Eulen verlassen oftmals als halbgroße Jungvögel die zu eng gewordene Brutstätte und sitzen bis zur Flugfähigkeit als „Ästlinge“ im bodennahen Strauchwerk. Solange menschliche Beobachter, im Falle der nachtaktiven Eulen noch dazu zur falschen Tageszeit, sich in der Nähe der Jungtiere aufhalten, kehren die Altvögel nicht zu diesen zurück. Wer einen solchen kräftig wirkenden „Scheinwaisen“ findet, sollte ihn am besten in Ruhe lassen oder erforderlichenfalls an einen geschützten Ort, wie etwa eine Hecke, umsetzen. Noch nackte Jungvögel sollten möglichst vorsichtig ins Nest zurückgesetzt werden. Vögel stören sich im Gegensatz zu manchen Säugetieren nicht am menschlichen Geruch. Jungvögel werden daher auch nach dem Umsetzen wieder von den Alttieren angenommen und versorgt.

Gemäß Bundesnaturschutzgesetz dürfen Jungvögel übrigens nur vorübergehend und nur dann aufgenommen werden, wenn sie verletzt oder krank, und somit tatsächlich hilflos sind. Jungvögel, die mit nach Hause genommen werden, haben selbst bei fachgerechter Pflege deutlich schlechtere Überlebenschancen als in der Natur. Die elterliche Fürsorge in der Naturaufzucht kann niemals ersetzt werden, so dass die Handaufzucht immer nur die zweitbeste Lösung ist. Nur bei deutlich geschwächt wirkenden oder wirklich verwaisten Vögeln ist die Handaufzucht zu empfehlen, wie auch in Fällen, in denen durch Unwetter, Baumaßnahmen oder dergleichen der Nistplatz zerstört ist.

Quelle: NABU

Mehr

Kastration

So langsam neigt sich der Winter dem Ende zu, und wir gehen mit riesigen Schritten der wärmeren Jahreszeit entgegen.
Dies ist jene Zeit, in der Tiere in Not Breisgau e.V. wie jedes Jahr (leider mit zunehmender Tendenz) verwilderte Katzen kastriert. An dieser Stelle möchten wir einige Dinge über die Kastration mitteilen, evtl. auch den einen oder anderen Katzenhalter zum Nachdenken anregen.

Kastrationen sind ein wichtiger Schritt um das Katzenelend einzudämmen ! Millionen unerwünschte Katzen werden jedes Jahr geboren. Von März bis September, der Hauptzeit für Katzengeburten, streunen viele Katzen umher.
Ein Teil von ihnen wird überfahren, oder ist sehr krank. Die Katzen die Überleben werden bereits ab dem 5. Monat geschlechtsreif und sind in der Lage 4 bis 6 Kätzchen zu werfen.

So beginnt der Teufelskreis!

Alle, die ihr Tier nicht kastrieren lassen, machen sich mitschuldig an dem Elend der Katzen, denn der Nachwuchs einer Kätzin kann nach 10 Jahren über 80 Millionen Tiere betragen!

Die Kastration ist die einzige Lösung, um das bestehende Katzenelend zu beenden. Eine Katze bringt normalerweise zwei- bis dreimal im Jahr Junge zur Welt. Das können in einem Katzenleben bis zu 200 Jungkatzen sein.
Glauben Sie keinem, der behauptet, eine Kätzin müsse erst einmal Junge werfen, bevor sie kastriert werden könne. Aus tiermedizinischer Sicht gibt es hierfür keinen vernünftigen Grund.

Eine Kastration ist auch kein Eingriff in die Natur, wie manche Menschen meinen. Gegen die Natur ist es da schon eher, dass jedes Jahr ca. 250.000 Katzen erschossen werden, oder über 300.000 Katzen auf den Straßen überfahren werden. Ebenfalls werden Tausende von Katzen von ihren Halter/innen getötet oder ausgesetzt. Die Qualen, die die Tiere so erleiden müssen, lassen sich kaum in Worte fassen.

Alle, die Katzen verantwortungsvoll halten wollen, sollten sie kastrieren lassen. Nur das hilft. Natürlich gilt dies für Kätzin, wie für Kater. Die Lebensfreude der Katzen wird dadurch nicht beeinträchtigt, da sie sich nicht über bewusstes Denken klar werden, dass ihnen der Geschlechtstrieb genommen worden ist.

Auch das Land Baden Württemberg hat hierzu schon vor einiger Zeit einen Vorschlag zur Katzenschutzverordung nach
§13b Tierschutzgesetz vorgelegt.
Nachzulesen unter ->
Hier zum Nachlesen
Mehr

Menschen #3

Dieses mal geht es nicht um ausgesetzte Welpen, sondern um gequälte Samtpfoten.

Katzenhalter in Lahr und Umgebung müssen auch weiterhin Angst im ihre Fellnasen haben.
Zwischen dem 18. und dem 27. Januar sind in der Emma-Brauer-Straße in Lahr zwei Katzen erschossen worden.
Die Munition stammt möglicherweise aus dem Jagdbereich, wie die Badische Zeitung berichtete.
Die beiden Tiere wurden im Bereich des Oberkörpers tödlich getroffen.
Die Ermittlungen der Polizei haben bis jetzt ergeben, dass die Munition möglicherweise aus dem Jagdbereich stammt und es sich bei dem Unbekannten um einen versierten Schützen handeln könnte. Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, werden gebeten sich mit der Polizei in Lahr unter 07821/2770 in Verbindung zu setzen.

Schon seit Jahren wurden im Bereich Ettenheim/Lahr mehrfach Katzen angeschossen, wobei diese Schußverletzungen vorwiegend von Luftgewehren stammten.
So wurde z.B. am 24.09.2015 in Reichenbach die Katze Montecore schwer verletzt. Zum Glück hat sie den Eingriff gut überstanden.
Am 23.8.2016 wurde in Ichenheim eine Katze schwer mit einem Schuss verletzt, wobei es sich hierbei um einen Durchschuss handelte. Die Katze überlebte zum Glück, trotz eines Eingriffs.
Und kurz zuvor, am 22.3.2016 wurde auch in Ichenheim eine Katze schwerst am Kopf mit einem Schuss verletzt. Die Katze Minka überlebte zwar den Eingriff, jedoch ist sie für ihr ganzes weiteres Leben gezeichnet, ein Auge musste ihr mit einer OP entfernt werden.

Wir fragen uns, welcher Mensch solch ein gestörtes Sozialverhalten hat, und so schlimme Dinge vollbringen kann.
Liebe Tierhalter, bitte haltet eure Augen auf, und solltet Ihr etwas verdächtiges bemerken, so scheut euch nicht die Polizei anzurufen, damit diesem kranken Menschen endlich das Handwerk gelegt wird.


Mehr

Tiere aus Baumärkten

Liebe Tierfreunde,

wir haben lange überlegt, ob wir auf unserer Newsseite auch eine Petition veröffenttlichen sollen.
In diesem Fall sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir unbedingt diese Petition unterstützen sollten, denn auch in unseren Augen ist "Tiere aus dem Baumarkt" nicht mit dem Tierschutzgedanken vereinbar.

Doch hier nun etwas mehr Informationen, und wir würden uns wünschen, dass
moeglichst viele dem Aufruf zur Unterzeichnung folgen würden.

Die Baumarktkette Globus (zu der auch Hela Profizentrum gehört) verkauft
ebenso wie die weiteren angeschriebenen Bau- und Gartenmärkte immer noch
Tiere in diversen Filialen.
Aufgrund des öffentlichen Drucks hat OBI bereits im August 2015 bekannt
gegeben, sich komplett aus dem Kleintierverkauf zurückzuziehen. Auch die
toom Baumärkte und die größte niederländische Baumarktkette Praxis beendeten im September 2015 ihre Verkäufe von Kleinsäugern und Vögeln. Obwohl Globus bereits mehrfach per Mail aufgefordert wurde, sich umgehend aus dem Heimtierverkauf zurückzuziehen, weigert sich die Baumarktkette, den Tierverkauf zu stoppen.
Daher wurde diese Online-Petition gestartet und auf andere Baumärkte, die
gleichfalls Tiere im Sortiment haben, ausgeweitet.

Nur durch die Masse der Aufforderungen haben wir eine reelle Chance, dass unserer Bitte Folge geleistet wird. Da ab der 1000. Unterschrift der Petitionsbrief nur noch dann versandt wird, wenn ein Unterstützer einen Kommentar hinzufügt, bitte ich dringend, ein paar Worte im Kommentarfeld einzufügen, damit die Baumärkte weiterhin mit jeder Unterschrift an unseren Appell erinnert wird. Ein kurzer Satz reicht schon aus!

Viel zu viele Tiere, die im Baumarkt gekauft werden, verkümmern in lebenslanger Einzelhaft in Kinderzimmern und Hinterhöfen, weil sich nach ein paar Wochen schon niemand mehr für sie interessiert.
Es ist höchste Zeit, diesen Missstand zu beenden!

Ich bitte Sie herzlich, die Online-Petition zu unterschreiben und zu teilen – ganz herzlichen Dank!

Hier gehts zur Petition ->
Online Petition
Mehr

Menschen

Liebe Mitglieder,
liebe Besucher der Website,


Weihnachten ist ja eigentlich das Fest der Liebe. Wenn man die nachfolgenden Zeilen allerdings liest, so stellt sich für uns Tierschützer, aber sicherlich auch für einen normal denkenden Menschen schon die Frage, ob manch einer/eine keinen Respekt vor dem Leben hat.

Dieser Vorfall ist zwar "zwischen den Jahren" passiert, wir haben aber bewusst mit der Veröffentlichung einige Zeit gewartet, denn schließlich wollten wir wenigstens die Weihnachtsfeiertage keine unschönen Vorfälle in unseren News berichten.


Es war der 26. Dezember 2016, als wir telefonisch mitgeteilt bekamen, dass eine Spaziergängerin im Wald, in einem Karton einen Hundewelpen gefunden hat. Zuerst waren wir natürlich geschockt, jedoch auch etwas zweifelnd an der Echtheit des Vorfalls. Als die Dame jedoch sagte, dass sie noch am Auffindeort mit dem Karton wäre, war für uns aller höchste Eile geboten. Dort angelangt, stellte es sich tatsächlich so dar, dass uns dort ein Hundewelpe aus einem Karton mit seinen süßen Glubschaugen sehr geschwächt ansah. Wir nahmen noch schnell die Personalien der Dame auf, denn für uns war wichtig, dass der Welpe schnellstmöglich ärztlich versorgt wurde. Man sah dem Fellknäul an, dass er schon etliche Stunden dort ausharren musste, denn er war stark unterkühlt.

Beim nächstgelegenen Tierarzt, welcher sogar am Feiertag für uns extra seine Praxis öffnete, wurde versucht den Welpen zu stabilisieren. Von Infusionen bis hin zu Aufbauspritzen gab der Tierarzt wirklich sein Bestes. Leider war der Welpe jedoch so geschwächt, dass selbst der Tierarzt nichts mehr für ihn machen konnte. So ging wieder einmal ein "NoName" über die Regenbogenbrücke.

Wir haben uns ja schon daran gewöhnt, dass kurz nach Weihnachten bei uns das Telefon klingelt, um die "Fehlanschaffung Tier" schnellstmöglich wieder loszuwerden, aber über so viel Grausamkeit, wie in diesem Fall sind selbst wir schockiert. Vor allem, weil es sich in aller nächster Nachbarschaft von uns ereignete.


Wir sind einfach nur fassungslos.......

Mehr

Silvester mit Tieren

Für viele Menschen bedeutet das Feuerwerk zu Silvester Spaß, für Tiere dagegen oft Stress. Der Krach ist besonders für Hunde und Katzen belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Bei vielen Vierbeinern löst die Knallerei sogar Panik aus. Tierhalter können Vorkehrungen treffen, damit ihre Tiere gut ins neue Jahr kommen.

So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen. Am Silvesterabend selbst sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm und das Blitzgewitter ein wenig zu dämpfen. Katzen mit Freigang sollten am Silvesterabend unbedingt im Haus bleiben. Idealerweise sollte für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen und andere Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden.

Beruhigungsmittel sollten ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden und nur dann, wenn bekannt ist, dass das Tier extrem ängstlich auf laute Geräusche reagiert. Meist reicht es schon, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen als souveräner „Rudelführer“ durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt.

Während einige Katzen und Hunde sich an ihrem Menschen orientieren und den direkten Körperkontakt suchen, verstecken sich andere lieber unter der Eckbank. Auch diese Reaktion ist völlig in Ordnung, solange man sich nicht zu vehement um das Tier „bemüht“. Übermäßiges Streicheln oder Zureden helfen dem Tier dann wenig. Hilfreich kann es sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln. Insgesamt hilft es den Tieren, wenn die übliche Tagesroutine eingehalten wird.

Wildtiere und Tiere auf Bauernhöfen

Ein Böllern in der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung sollte tabu sein: denn scheue Wildtiere in Wald und Flur reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.

Mehr

Frohe Weihnachten

Liebe Helfer, Mitglieder und Freunde von „Tiere in Not Breisgau e.V.“,

es ist Dezember 2016, der Weihnachtsmann klopft an die Türen und bevor wir Ihnen/Euch wieder über unsere Aktivitäten in diesem Jahr berichten, möchten wir uns von ganzem Herzen für die vielfältige Unterstützung und das Vertrauen bedanken, das Sie/ Ihr unserem Verein geschenkt haben.
Wir können nicht oft genug wiederholen, wie sehr uns dies bei unserer Arbeit motiviert und wie viel Wert wir darauf legen.

Das Kürbisfest im Oktober war ein großer Erfolg, obwohl der Wettergott es leider nicht so gut mit uns meinte. Viele unserer ehemaligen Schützlinge kamen auf den Mundenhof, besuchten unseren Kuchenstand, sodass gegen Ende des Festes das Kuchenbuffet doch gut geleert war.

Auch sonst haben wir alle viel geleistet und konnten wieder zahlreiche Katzenkastrationen durchführen, vielen notleidenden Tieren helfen, sowie etliche Fellnasen in ein neues Zuhause vermitteln.

Dies alles wäre ohne tatkräftige Unterstützung Ihrerseits nicht möglich gewesen ! Mit Unterstützung meinen wir das komplette Paket, sei es unsere lieben Pflegestellen, welche das ganze Jahr hervorragende Arbeit geleistet haben, oder sei es die zahlreichen Spender, egal ob Kuchenspenden, Geld und/oder Sachspenden.

Besonderes Engagement leisteten unsere Katzendamen, Frau Frey, Frau Klaiber und Frau Kaiser, welche bei jeder Wetterlage die wildlebenden Katzen auf den Höfen vorbildlich versorgten. Natürlich danken wir auch unseren "Sponsoren" und sonstigen Unterstützern, welche still im Hintergrund agieren.

Wir werden auch im neuen Jahr alles tun, um zu helfen wo Tiere (und manchmal auch dahinterliegende menschliche Schicksale) wirklich Hilfe benötigten.

Das ganze Team von Tiere in Not Breisgau e.V. wünscht Ihnen, Ihren Familien und natürlich den Vierbeinern ein friedvolles Weihnachtsfest und alles Gute und vor allem Gesundheit für 2017.


Ihr Team von Tiere in Not Breisgau e.V.
Mehr

Alle Jahre wieder


….kommen bei uns Anfragen nach sogenannten Weihnachtsgeschenken an. Dass wir natürlich darauf entsprechend reagieren, ist wohl selbstverständlich. Wir können es einfach nicht verstehen, dass manche Menschen das Tier, egal ob Hund oder Katze oder …, einfach nur als Wahre ansehen.
Einem tierischen Begleiter ein Zuhause zu geben, ist eine langfristige und verantwortungsvolle Aufgabe. Diese Entscheidung zu treffen, bedarf einer langen und intensiven Überlegung und sollte nicht an einem Feiertag wie Weihnachten festgemacht werden. Leichtfertigkeit, Mitleidskäufe kurz vor Weinachten, oder der Wunsch eines Kindes nach einem tierischen Freund mögen Auslöser für den Kauf eines Tieres aus einer Zoohandlung, von einem Züchter oder auf einem Tiermarkt sein. Wir appellieren an alle Tierfreunde, dem Reiz der niedlichen Tierkinder zu widerstehen – denn Tiere sind Lebewesen und keine Handelsware, die wie ein Pullover nach Weihnachten einfach wieder umgetauscht werden können.
Alle Jahre wieder werden tausende Tiere nach dem Weihnachtsfest in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen oder Tierschutzorganisationen abgegeben.
Im schlimmsten Fall werden die Tiere sogar einfach ausgesetzt oder bei einem bevorstehenden Umzug zurückgelassen. Die Gründe sind vielfältig: Der Mietvertrag untersagt die Tierhaltung, aus dem niedlichem Katzenkind wird eine „Kratze-Katze“, das Kaninchen beginnt streng zu riechen oder der Hund hinterlässt Pfützen in der Wohnung. Immer wieder werden Halter von den hohen Kosten der Tierhaltung überrascht, weil sie sich zuvor nicht ausführlich mit der Thematik beschäftigt haben: Neben Nahrung und den regelmäßigen Tierarztbesuchen für Impfungen oder Routinekontrollen kann der Besuch beim Veterinär schnell zu einem hohen Kostenfaktor werden, wenn der tierischen Freund ernsthaft erkrankt.
Schenken Sie tierfreundlich
Manche Menschen sind nicht dazu bereit, oder ihre Lebenssituation erlaubt es nicht, langfristig die Betreuung eines tierischen Begleiters zu übernehmen. Insbesondere Kinder verlieren schnell das Interesse an einem Tier. Verschenken Sie daher zu Weihnachten bitte keine Tiere, sondern tierfreundliche Geschenke, die allen – Mensch und Tier – Freude bereiten.

Mehr

Schön war´s trotz Regen !

Der wichtigste Tag im Tiere in Not Kalender war endlich da !
Ein banger Blick ging gleich in den Morgenstunden an den Himmel....
Dieser verhieß jedoch nichts Gutes, denn auch wenn es die ganzen Tage zuvor schön war, so war am vergangenen Sonntag durchweg eine geschlossene Wolkendecke und schon am frühen Morgen setze Nieselregen ein.


Unbehelligt davon, wurde sowohl der Flohmarktstand als auch das Kuchenbuffet in Windeseile aufgebaut. Auch der Stand für das Kinderschminken wurde von Frau Massell in Eigenregie gezaubert.

Gegen 11 Uhr kamen die ersten Besucher, die sich gleich über den Kuchenstand her machten. Wir hatten immerhin eine Auswahl von über 70 Kuchen! Davon waren auch einige dabei die wirklich aufwändig in der Herstellung waren. Richtige professionelle Sahnetorten (manche sogar 2 stöckig!) waren auch gleich zu Beginn der Renner.
Selbst die langjährigen "üblichen" Kuchenverkäufer waren von der Vielfalt überwältigt.
Welche Konditorei kann schon eine solche Vielfalt aufweisen ?

Ab ca. 13Uhr setzte jedoch wirklich unangenehmer Regen ein, sodass der Flohmarktstand abgebaut wurde, damit die angepriesenen Stücke keinen Schaden nahmen. Ja, die Enttäuschung beim Flohmarktteam war natürlich groß, jedoch wurden die dortigen Helfer vom Kuchenstandteam wieder aufgemuntert. Dort war nicht nur die Stimmung gut, nein auch trotz Dauerregen war der Andrang durchgängig gut. Selbst beim Kinderschminken bildeten sich Warteschlangen.


Obwohl (lt. offizieller Quelle) nur ca. 1/3 der üblichen Besucheranzahl das Kürbisfest besuchten, waren wir den Umständen entsprechend zufrieden mit dem Verkaufserlös. Dieser wird wie immer für notleidende Tiere verwendet. Den ein oder anderen Euro haben wir auch noch durch den Verkauf von Orchideen, welche von einer Gärtnerei in der Region gesponserten wurden, zu verdanken. Diese standen zuerst beim Flohmarktstand, wurden aber dann später beim Kuchenstand platziert.

Nicht nur die Blumen wurden gesponsert, sondern ein Spender hat uns 120 nagelneue Kaffeetassen und 120 Kaffeeteller zukommen lassen. Damit die Kunden auch wissen, von wem sie Kuchen, Kaffee, Blumen etc. kaufen, sind wir besonders dankbar über das neue Werbebanner, welches uns ebenfalls gesponsert wurde.

Hier den ganzen Spendern und Sponsoren nochmal ein ganz herzliches DANKESCHÖN !

Gegen 17:30Uhr ebbte dann der Besucheransturm ab, und wir konnten langsam mit dem Abbau beginnen. Dank guter Vorarbeit war alles um 18:30Uhr erledigt und wir konnten uns auf dem Heimweg machen.

Wir waren alle ziemlich erschöpft, aber durchweg alle zufrieden.

Auf diesem Wege nochmal ein ganz herzliches Dankeschön, an alle Besucher, welche trotz Schmuddel Wetter es sich nicht nehmen liesen, unsere Stände zu besuchen. Ebenso gilt unser Dank an Herrn Menzinger und Team, welche es uns ermöglichte wieder mit dabei sein zu dürfen, ebenso all den fleißigen KüchenKuchenHelfer, welche alle auch dieses Jahr wieder einen super Job gemacht hatten. Auch Frau Elke Massell beim Kinderschminken gebührt unser Dank, welche die Kinder professionell geschminkt hatte. Und als aller wichtigstes natürlich allen Kuchenspendern, ohne die dieses Fest gar nicht möglich gewesen wäre.


Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein dürfen, und das Petrus nächstes Jahr besser mitspielt.


 


Hier kommen ein paar Bildimpressionen.


 


Der Flohmarktstand ist aufgebaut



Der Kuchenstand vor dem Anstrurm



Die ersten Besucher finden sich ein :-)



Die ersten Kuchenkäufer



Beim Kinderschminken tut sich auch was



So viele Kuchen, passen gar nicht alle auf die Theke



Es füllt sich langsam



Gut gelaunter Herr Menzinger



Der große Regen setzt ein



Was für eine Blütenpracht !



Teil eins des Helferteams



Der Andrang beim Kinderschminken wird größer



Der neue Platz der Blumenpracht



Auch am Kuchenbuffet wird der Platz eng




Gut gelauntes Küchenteam






Nochmal Helfer




Der Abbau ist erledigt, VIELEN DANK an ALLE !






Mehr

Flohmarkteinsatz für´s TH Emmendingen

Mehr

Ein Tag von vielen .....

Die Tage hatten wir leider wieder einen Anruf von einer besorgten Frau, welche uns einen Notfall meldete. Es handelte sich wieder um eine möglicherweise angefahrene Katze, welche sich schwerverletzt in einen Vorgarten gerettet hatte.

Als wir am "Unfallort" ankamen fanden wir eine total geschwächte Katze vor. Auf Bilder verzichten wir hier an dieser Stelle, denn es war wirklich kein schöner Anblick.

Wir brachten die Katze umgehend in die nächste Tierklinik. Auf der Fahrt dorthin meldeten wir diesen Notfall telefonisch an, sodass auch gleich der Arzt bereit stand. Nach intensiver fachkundiger Untersuchung stellte sich jedoch heraus, dass die Katze so schwer verletzt und ihr Allgemeinzustand bereits so schlecht war, dass sie schnellstmöglich von ihrem Leiden erlößt werden musste. Am Zustand der Wunden konnte der Arzt erkennen, dass die Katze schon mindestens 4 Tage mit dem Tod gerungen hatte! Ihre Wunden waren übersäht von Maden. Auch zuvor hat die Katze sicherlich schon unerträgliche Schmerzen ertragen müssen, denn die alte Katzendame (geschätzt 15 Jahre alt) hatte kaum noch Zähne und jene, die noch vorhanden waren, waren ziemlich vereitert.

Bei dieser Katze handelt es sich augenscheinlich nicht um Besitzertier, da sie weder gechipt noch tätowiert war. Daher steht diese Katze leider für eine von vielen, die oftmals total anonym über den Regenbogen gehen müssen. Damit es dieser Katze nicht so ergehen soll, haben wir ihr spontan den Namen Ayana (steht für "die schöne Blume") gegeben, denn in dem Garten, in dem sie gefunden wurde, blühten wunderschöne Blumen.



Ruhe in Frieden Ayana
Mehr

ICH HATTE DICH LIEB

Liebe Leser, die Urlaubszeit steht vor der Türe, und für uns beginnt die Hochsaison.
Jeden Tag ausgesetzte Tiere und es scheint kein Ende zu nehmen.
Wir wollen euch heute in den News etwas nachdenklich stimmen.
Einmal mit einem Text, welcher in einer etwas längeren Form vor Jahren schon mal in einer belgischen Zeitung veröffentlicht wurde, mit der Bitte diesen weiter zu veröffentlichen, und als zweites mit einem Video welches auf Youtube unter Standard Lizenz zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - Hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am Strassenrand gehalten. Die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich zurückkam, warst du nicht mehr da!
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr. Aber du bist nicht gekommen.
Dann nach langer Zeit im Tierheim schwanden meine Kräfte und ich ging über die Regenbogenbrücke.
Geliebtes Herrchen, ich will, das du weißt, daß ich mich trotz allen Leidens, das du mir angetan hast, immer noch an dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn ICH HATTE DICH LIEB!!!!
Hier gibt es ein Video zu dem Thema. Achtung, bitte Taschentücher bereithalten.



Mehr

Die Lebensversicherung für Tiere !

Diesmal gibt es leider etwas, was uns zunehmend immer mehr beschäftigt und leider auch oft verzweifeln lässt. Es vergeht fast kein Tag, an dem unser Notruftelefon klingelt und ein verzweifelter Tierbesitzer uns um Hilfe bittet. So auch vor ein paar Tagen, als zu etwas späterer Stunde wir sogar von der Polizei angerufen wurden. Sie haben eine schwerstverletzte Katze aufgegriffen.

Wir eilten natürlich sofort herbei um die Katze schnellstmöglich zur nächsten Tierklinik zu bringen. Schon bei der Übernahme der Katze lief es uns kalt den Rücken herunter, denn wir erfuhren zusätzlich von der Polizei, dass die Katze am frühen Morgen schon dort lag, aber erst gut und gerne 9 Stunden später, die Polizei bzw. wir gerufen wurden.

Welche Qualen diese Katze wohl in diesen endlosen Stunden erlebt haben muss !

In der Tierklinik angekommen wurde der Notfall gleich behandelt. Nach ein paar Röntgenbildern war klar, dass eigentlich nur ein Bein nicht gebrochen war, von den restlichen Frakturen und Blessuren wollen wir hier gar nicht erst sprechen.

Beim Untersuchen der Katze stellten wir eine Tätowierung in den Ohren fest. So und nun beginnt das eigentliche Problem, denn über Tasso erfuhren wir, dass die Nummer gar nicht registriert sei. Somit konnten wir spät am Abend keinen Besitzer mehr ermitteln. Erst am nächsten Morgen haben wir über den Tierarzt, der damals das Tattoo gemacht hatte einen Besitzer ermitteln können.

Das eigentliche Problem bestand für die Katze nun darin, dass sie durch die vergessene Registrierung bei Tasso, nun noch weitere gut und gerne 12 Stunden unerträgliche Schmerzen (trotz Medikation!) erleiden musste, da es ja eine Besitzerkatze ist und nur der Besitzer über die weitere Behandlung entscheiden darf. Sicherlich, wenn es um Ärztliche Sofortmaßnahmen geht, kann sowohl der Tierarzt als auch wir von Tiere in Not Breisgau in gewissen Rahmen entscheiden, aber wenn es dann ans „eingemachte“ geht, wie notwendige Operationen oder ähnliches ist eben die Stimme des Besitzers maßgebend.

Also liebe Tierbesitzer, BITTE nicht nur beim Tierarzt chippen bzw. tätowieren lassen, sondern auch die Daten bei Tasso unbedingt melden. Denkt daran, das ist die „Lebensversicherung“ eurer Tiere ! Die allerwenigsten Tierärzte melden von sich aus die Tätowier- oder Chipnummer bei Tasso, das ist Aufgabe des Tierhalters!

Obige Geschichte zeigt sehr schön auf... hätte der Halter die Nummer bei Tasso hinterlegt, so hätte man dem Schmusetiger wesentlich schneller effektiv helfen können.

Hier gehts´s zur kostenlosen "Lebensverischerung" für Tiere

Mehr

Sommerzeit und Hunde im Auto

Darf man ungestraft eine Autoscheibe einschlagen zur Rettung eines Hundes?


Leider passiert es immer wieder, dass Hunde im Auto zurückgelassen werden. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass sich ein Auto bereits ab Temperaturen von 20 Grad sogar bei bewölkten Tagen auf bis zu 46 Grad im Wageninneren aufheizen kann. Bei Temperaturen um die 40 Grad kann sich das Wageninnere auf über 70 Grad aufheizen. Auch wenn sich der Wagen zum Zeitpunkt des Abstellens im Schatten befand, kann dieser wegen veränderter Sonnenposition innerhalb weniger Minuten der prallen Sonne ausgesetzt sein. Selbst wenn der Hundehalter seinen Vierbeiner nur wenige Minuten im Auto zurücklässt, kann der Wagen für ihn zur tödlichen Hitzefalle werden. Hunde können ihre Körpertemperatur im Wesentlichen nur über die Atmung regulieren und sind daher besonders hitzeempfindlich.


Was könnt Ihr also tun, wenn ihr einen Vierbeiner in einer solchen Notsituation vorfindet?  Darf man ungestraft eine Autoscheibe einschlagen zur Rettung eines Hundes?  Wie ist die Rechtlage in Deutschland?  Mir ist durchaus bewusst, dass fast jeder bei Bedarf sofort handeln würde. Natürlich solltet Ihr vorab schon umher fragen, ob der Eigentümer des Wagens greifbar ist. Sollte das nicht möglich sein, möchte ich an dieser Stelle die Rechtsgrundlage einmal beleuchten.


Das Wichtigste vorab: Ja, Ihr dürft sowohl in Deutschland, als auch in Österreich und in der Schweiz ungestraft eine Autoscheibe einschlagen, um einen Hund zu retten und müsst nur ein paar wichtige Punkte beachten, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen.


Rechtslage in Deutschland zum Einschlagen einer Fensterscheibe des Autos


 


Wenn sich ein Mensch in einer solchen Notsituation befindet, wie zum Beispiel ein Säugling, der im Auto vergessen wurde, ist die Rechtslage klar. Ihr seid verpflichtet zu handeln, tut Ihr dies nicht, so macht Ihr Euch nach § 323 c (Strafgesetzbuch, unterlassene Hilfeleistung) strafbar. Die Rechtslage zur Rettung eines Hundes oder eines anderen Tieres ist inzwischen auch so geregelt, dass Ihr das Tier retten könnt, ohne belangt zu werden, wenn Ihr die wichtigsten Regeln beachtet.


Zunächst stellt das Einschlagen der Fensterscheibe eines fremden Autos eine Sachbeschädigung nach § 303 StGB (Strafgesetzbuch) dar und kann auch zivilrechtlich nach § 823 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geahndet werden.


Allerdings stehen dem zwei Gesetzte gegenüber, die das Einschlagen des Autofensters rechtfertigen:


Nach § 34 StGB, ist es Euch erlaubt, eine Gefahr auf „Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut“, worunter auch Tiere fallen, mit angemessenen Mitteln abzuwehren.


Der genaue Wortlaut des § 34 StGB (rechtfertigender Notstand):


„Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden.“


Zivilrechtlich kommt Euch bei Eurem Einsatz das bürgerliche Gesetzbuch zu Hilfe. § 228 BGB (Notstand)


„Wer eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, um eine durch sie drohende Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht widerrechtlich, wenn die Beschädigung oder die Zerstörung zur Abwendung der Gefahr erforderlich ist und der Schaden nicht außer Verhältnis zu der Gefahr steht. Hat der Handelnde die Gefahr verschuldet, so ist er zum Schadensersatz verpflichtet.“


 


Des Weiteren kommt ein Strafverfahren wegen des Tatbestands der Tierquälerei auf den Hundehalter zu. Dieses wird nach § 17 TierSchG (Tierschutzgesetz) als Straftat geahndet.



  • 17 TierSchG (Tierquälerei)


„Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder 2. einem Wirbeltier a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt“.


 


Ihr müsst jedoch, falls es eine Gerichtsverhandlung gibt, beweisen, dass eine Notstandssituation vorlag und Euch keine milderen Mittel zur Verfügung standen, als das Autofenster einzuschlagen.


 


So rettet Ihr den Hund und verhaltet Euch gleichzeitig rechtskonform


Findet Ihr einen Hund in einer Notsituation im Auto vor, so müssen Ihr zunächst prüfen, ob Ihr den Hundehalter schnell ausfindig machen könnt. Dabei könnt Ihr zum Beispiel nach nahe gelegenen Läden Ausschau halten und dort nach dem Besitzer fragen. In nahe stehenden Wohnhäuser klingeln, Passanten ansprechen und um Hilfe bitten usw.


Ist der Besitzer nicht schnell zu ermitteln, dann ruft Ihr die Polizei.


Befindet sich der Hund in einer akuten lebensgefährlichen Lage, die es unmöglich macht, auf die Polizei zu warten, so dürft Ihr, nachdem Ihr den Notruf abgesetzt habt, den Hund selbst befreien. Dazu prüft  zunächst, ob vielleicht eine Tür geöffnet ist oder sich die Fenster durch einen geöffneten Schlitz öffnen lassen. Hat dies keinen Erfolg, so dürft Ihr ein Fenster einschlagen. Ihr solltet dabei ein Seitenfenster auswählen, um den Schaden am Wagen so gering wie möglich zu halten. Dokumentiert die Situation!  Sind Passanten in der Nähe, bitten sie, Euch als Zeugen beizustehen. Notiert deren Anschriften. Wenn möglich und wenn es die Zeit zulässt, macht Fotos, beziehungsweise einen kurzen Videoclip mit dem Smartphone von der Situation. Nun könnt Ihr die Scheibe einschlagen und den Hund aus seiner Notsituation befreien. Holt den Hund aus der Hitzezone und bietet ihm Wasser an. Ist er bewusstlos, benetzt seinen Rachenraum mit Wasser und dreht ihn in Seitenlage. Versucht, seinen Körper zu kühlen bis die Tierrettung eintrifft. Fangt dabei mit den Beinen an. Legt zum Beispiel kalte feuchte Tücher auf seine Beine und später auf den Körper und tauscht diese aus, sobald sie aufgeheizt sind. Falls keine Tücher zur Verfügung stehen, verwendet  kalte Gegenstände, die sie vorsichtig an seinen Körper halten.


 


Diese Checkliste fasst noch einmal die wesentlichen Punkte zusammen


 



  • Versucht, den Hundehalter zu ermitteln (zum Beispiel in umliegenden Läden fragen)

  • Ruft die Polizei

  • Erlaubt es der Zustand des Hundes nicht, das Eintreffen der Polizei abzuwarten, beginnt umgehend mit der Rettungsmaßnahme

  • Dokumentiert Euer Vorgehen; gewinnt Zeugen und macht, wenn möglich, Fotos von der Situation

  • Prüft, ob sich das Fahrzeug leicht öffnen lässt, wie zum Beispiel bei unverschlossenen Türen.

  • Schlagt möglichst ein Seitenfenster ein um den Schaden zu begrenzen

  • Befreit den Hund und führt die Rettungsmaßnahmen durch.

Mehr